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Das Steampunk-Horror-Spiel Close to the Sun wirkt wie ein geistiger Nachfolger zu Bioshock. Mit SOMA und Outlast als Inspiration, kann man wohl auch eine ordentliche Portion Horror erwarten. Unser Autor Sascha hat sich den Titel einmal genauer angesehen.

Das italienische Studio Storm in a Teacup zeichnet sich für den Steampunk-Horror verantwortlich. Optisch werden direkt Erinnerungen ans utopische Bioshock wach, aber hierbei bleibt es leider auch. Ich sage dir, was dich in Close to the Sun erwartet.

Nikola Tesla beherscht seine eigene Welt

Du übernimmst die Rolle der Journalistin Rose Archer, die von ihrer kleinen Schwester in einem Brief darum gebeten wird, auf die Helios zu kommen – das utopische Schiff von Nikola Tesla. Dort versammelt er die klügsten Köpfe der Welt, damit sie ohne Grenzen an ihren Projekten forschen können.

Close-to-the-Sun-Helios
Die Helios ist ein großes und mächtiges Schiff.

Als du auf die Helios ankommst, ist jedoch alles etwas anders, als erwartet. Kein Begrüßungskomitee, keine Mitarbeiter und nur das Schiff selbst ist zu hören. Kurz darauf tauchen die ersten Leichen auf und Nikola Tesla spricht zu dir.

Demnach befindet sich das gesamte Schiff in Quarantäne und du wirst als Spion von Thomas Alva Edison gehalten. Noch ist nicht bekannt, was eigentlich passiert ist und wo Ada steckt. Das gilt es herauszufinden!

Wo bleibt der Horror? Während die Optik im Art déco-Stil stark zur Atmosphäre beiträgt und deutliche Ähnlichkeiten zu den Bioshock Teilen aufweist, so lässt der Horror-Aspekt zu wünschen übrig. Gerade zu Beginn bist du nur damit beschäftigt, durch die schlauchigen Level zu wandern und Rätsel zu lösen. Zwischendurch huscht eine Kreatur an dir vorbei und im späteren Verlauf wirst du hin und wieder gejagt. Gruselig ist das aber keinesfalls.

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Apropo Rätsel; Die sind im gesamten Spiel verteilt und bilden einen großen Teil des Gameplays. Sie sind jedoch viel zu einfach und wiederholen sich schnell. Oftmals musst du nur ein paar Schalter finden oder den Stromkreis wieder aktivieren, um den Weg frei zu machen.

Sammeln macht Spaß: Die vielen Dokumente, die du während der insgesamt zehn Kapiteln findest, sorgen jedoch für einen gewissen Anreiz weiter zu machen. Denn die Hintergrundgeschichte in Close to the Sun ist besser als erwartet. Gerade der Konflikt zwischen Tesla und Edison im alternativen 19. Jahrhundert ist spannend.

Mein Fazit: Close to the Sun sieht super aus und erzählt über die Dokumente eine tolle Geschichte. Leider sind die zehn Kapitel sehr schlauchig und eine gruselige Stimmung kommt nicht auf. Wenn du dich leicht erschrecken lässt, kann Close to the Sun für dich Spannung aufbauen, alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen. Potenzial, das leider verschenkt wurde.