the universim planet

Das Genre der Göttersimulation ist in den letzten Jahren immer weiter in den Hintergrund gerückt. Dem möchte der Entwickler von Crest und Beholder, Crytivo aber entgegentreten. Mit Universim versuchen sie sich nun erneut am Goliath-großen Genre.

,,Eine Welt ohne Götter wäre eine sinnlose tote Welt“

Dieses Zitat stammt vom Autor Michael D. Eschner. Ob er damit Recht hat oder nicht, die Welt in Universim scheint auf den ersten Blick auch mit uns als Gott sinnlos zu sein. Die Bewohner der Welt, die sogenannten Nuggets, vermehren sich von selbst, sorgen selbstständig für Wohnraum und Nahrung und suchen sich selbst eine Aufgabe. Was bleibt also für uns?

the universim housing
Bewohner übernehmen selbstständig Aufgaben. Anfangs bleibt so nicht viel für uns übrig, später wird das aber hilfreich.

Wir dürfen uns um Wirtschaftsgebäude kümmern und müssen Ressourcen managen. Anfangs fordert dieses System uns aber gar nicht. Wir stellen Gebäude nur aus dem Grund auf, weil wir es können. Rohstoff- und Nahrungsmittelknappheit stellen lange kein Problem dar. Wenn wir dann aber erst einmal alle Bauten aufgestellt haben, fragen wir uns was es noch zu tun gibt.

Werfen wir also einen Blick in den Tech-Tree. Dort finden wir eine enorme Menge an Forschungszielen – das motiviert doch, oder nicht? Jein, zwar freuen wir uns über jedes erforschte Gebäude oder Kulturgut, aber es dauert zu lange. Es ist nachvollziehbar, dass wir nicht sofort Zugriff auf die Technologie gewährt bekommen, die wir auswählen. Teilweise warten wir aber fünf bis acht Minuten, um eine Forschung abzuschließen.

Hätten wir in der Zwischenzeit etwas zu tun, wäre das auch kein Problem. Wie bereits angesprochen, haben wir ja schon alles errichtet, unsere Nuggets in Jobs aufgeteilt und dabei zugesehen, wie sie sich fleißig vermehren. So sitzen wir jetzt eine ganze Weile vor dem Bildschirm und klicken uns durch die durchaus hübschen Menüs.

Wir warten teilweise sechs Minuten oder länger, ohne etwas zu tun zu haben.

So, Forschung abgeschlossen, also zurück ins Bau-Menü. Wir wählen unsere neue Errungenschaft aus und platzieren sie mit etwas Abstand zu den anderen Bauten, weisen wieder Bewohner der mühseligen Arbeit zu und fühlen uns erneut wie ein vergessener Gott.

Das Ganze wiederholt sich sehr oft. Der Wendepunkt ist erst erreicht, wenn sich unsere kleine Zivilisation stark vermehrt hat. Plötzlich haben wir 50 Einwohner und 15 Minuten später 80. Jetzt wird es fordernd.

Von 0 auf 100 in… Sofort

Hat unser Volk eine gewisse Größe erreicht, werden sie anspruchsvoller. Sie entwickeln das Verlangen nach Zufriedenheit, bessere Nahrungsqualität und anderen Kleinigkeiten. Aber auch hier wieder verschenktes Potential. Denn dadurch, dass wir es niemals schaffen, alle Rohstoffe auszugeben, setzen wir einfach einige benötigte Gebäude auf die Karte und warten ab.

Allgemein steckt Universim voller guter Ansätze und Ideen. Wir lieben es, dass das Spiel mit unseren Erwartungen spielt und uns versucht zu überraschen. Im Gegenzug dafür, lässt es uns oft einfach abwarten. Damit erinnert es in seinem jetzigen Stadium mehr an ein Browser- oder Mobilegame als an ein vollwertiges Spiel.

universim demandings
Hier sehen wir, dass die Bewohner auf einen Schlag unglücklich werden. Gut für uns! Es gibt was zu tun.

Universim befindet sich noch in der Early Access auf Steam und sollten sich die Entwickler die Kritik der Spieler zu Herzen nehmen und an ihrem Plan festhalten, erwartet uns spätestens mit Full Release ein stimmiger und lange motivierender Göttersimulator.

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