Der gamescom-Freitag ist, wie auch die Jahre zuvor, der letzte Tag der Business-Area. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns mit zwei Entwicklern des noch eher unbekannten Titels „The Other 99“ zu unterhalten.

Das Spiel des britischen Entwicklerteams Burning Arrow lässt sich von dem aktuellen Multiplayer-Hype nicht mitreißen und schlägt in diesem Bereich eine ganz andere Richtung ein.

Neue Idee mit versteckten Tücken

Während sich die meisten anderen Titel in der Survival-Branche eher dem Multiplayer Bereich widmen, haben sich die Entwickler von The Other 99 zum Ziel gesetzt, komplett auf den Mehrspielermodus zu verzichten und zur Gänze ein prägendes PvE-Erlebnis zu schaffen.

Zu Beginn des Spiels, startet man auf einer Insel mit 99 weiteren Gegnern. Diese werden durch NPC’s, die mit einer aufwendigen KI ausgestattet sind, gelenkt.

Trotz dieser großen Anzahl an Gegnern, sind die meisten eher alleine unterwegs. Es passiert nur selten, dass sie sich in kleineren Gruppen zusammenfinden. Die KI-Gegner benötigen, genau wie man selbst, Ressourcen, um zu überleben. Egal ob Essen, Trinken oder Waffen, jeder muss sich ausrüsten, um überleben zu können. So ist es beispielsweise als Kampfstrategie möglich, Nahrungsmittel zu horten und abzuwarten, dass die Gegner verhungern.

Aber nicht jeder dieser KI-Gegner ist direkt feindlich gesinnt. Es kann durchaus passieren, dass man einen schüchternen oder ängstlichen Gegner findet, der sofort die Flucht ergreift oder sich ergibt, um nicht zu sterben. Es liegt dann bei euch, diesen Gegner vorerst am Leben zu lassen oder die Bedrohung direkt aus dem Weg zu räumen.

Wie viel Survival steckt hinter der Idee?

So wie in jedem anderen Survival-Spiel auch, muss man auf seine Statusanzeigen achten. Da es keinen Respawn von Ressourcen gibt und zum Start der Early-Access-Phase es nicht möglich sein wird, Essen von Bäumen oder Sträuchern zu farmen, muss man immer auf der Suche nach Camps oder anderen möglichen Spawnpunkten für Nahrungsreserven sein.

Da in der aktuellen Demo-Version keine Crafting-Optionen vorhanden waren, wird man vorerst auch nur mit gefundenen Ressourcen direkt arbeiten können. Wann und vor allem ob Crafting überhaupt in das Spiel implementiert wird ist noch unklar.

Auf der Karte, die sich zum Zeitpunkt des Early-Access Starts ungefähr auf 1/4 der Größe zum Finalen Release begrenzen wird, muss man also gegen 99 andere kämpfen und versuchen, zu überleben. Da sich die Gegner aber auch gegenseitig bekämpfen, kann man sich theoretisch in eine Ecke setzen und warten, bis ein Teil der Spieler tot ist. Wer allerdings kämpfen möchte, wird dazu hauptsächlich Nahkampfwaffen wie Stöcke, Hämmer oder Äxte nutzen. Später sollen auch Wurfwaffen wie Speere oder Molotovs hinzugefügt werden.

Die Entwickler haben  zusätzlich noch zu dem Überlebensfaktor einige Easter Eggs bzw. Rätsel auf der Insel versteckt, die man überall auf der Karte, beispielsweise in Höhlen oder Ruinen, finden kann. Diese Rätsel sollen ebenfalls dazu beitragen, das Spiel zu gewinnen, indem man von der Insel einfach verschwindet. Im Laufe der Early-Access Phase soll dieser Teil des Spiels und auch die Größe der Karte noch massiv ausgebaut werden.

Der wohl größte Unterschied zu anderen Spielen ist die dynamische Karte. Markante Punkte können ihre Position auf der Karte von Durchlauf zu Durchlauf ändern und sorgen somit für mehr Abwechslung. Vorerst ist dieses Feature aber nur auf kleinere Camps begrenzt.

Auch das Kampfsystem hat uns überzeugt. Mit Controller lässt sich ein Gegner per Knopfdruck anvisieren, mit dem linken Stick bewegen wir uns weiterhin und mit dem rechten Stick schlagen wir zu. Drücken wir nach rechts, schwingen wir unsere Waffe von links nach rechts und umgekehrt. Drücken wir den Stick nach vorne, stechen wir zu.

Zu Hardcore für Casual-Gamer?

Uns war es während unserer Anspielzeit nicht möglich, sehr lange zu überleben. Unser Rekord lag bei 74 übrigen Überlebenden. Da man ständig von vorne anfangen muss, ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch angesetzt und für Casual-Gamer vorerst nicht geeignet. Die Entwickler überlegen hier, einen leichteren Schwierigkeitsgrad hinzuzufügen, in dem beispielsweise nach allen fünf gefallenen Gegnern gesichert wird.

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