Das nächste große Inhalts-Update von The Long Dark ist am Start: Wachsame Flamme (Vigilant Flame). Am 14. Juni hat Hinterland Studio das Update live geschaltet. Episode drei der Story lässt weiter auf sich warten. Die drei großen Neuerungen betreffen den Überlebens-Modus:

  1. Eine neue Region.
  2. Eine Veränderung in der Spielmechanik.
  3. Und einen neuen Weg, Geschichten in The Long Dark zu erzählen.

Neue Region: (fast) unberührte, tödliche Wildnis

Wachsame Flamme: Das Stummflusstal ist eine neue Region mit steilen, hohen Felsen und dichtem Wald.
Stummflusstal: Eine neue Region mit steilen, hohen Felsen und dichtem Wald. In der Ferne erkennt man den Rauch eines Leuchtfeuers.

Die wohl aufwändigste Neuerung im Update Wachsame Flamme ist eine neue Region. Wir hatten schon berichtet, dass für die Generierung eine neue Technologie zum Einsatz kam. Mit ihrer Hilfe haben die Entwickler eine neue Region geformt, wodurch sich die Gesamt-Karte des Spiels in Richtung Norden erweitert. Der Name „Stummflusstal“ ist zwar etwas sperrig und weniger elegant als das Englische Original „Hushed River Valley“. Die Region selbst ist jedoch sehr beeindruckend. Es gibt eine neue Textur für die hohen, steilen Fels-Formationen. Der gefrorene Fluss hat tiefe Täler ins Bergmassiv gegraben. Auf verschiedenen Ebenen findet ihr Plateaus, Serpentinen und unzählige kleine und große Wasserfälle.

Ohne menschliche Behausungen gibt es außer Tieren und Pflanzen keine Ressourcen oder Werkzeuge, die euch helfen könnten. Lediglich ein paar Hobby-Bergsteiger haben ihre Routen abgesteckt und kleine Vorratslager angelegt. Einige der Berg-Touristen findet ihr jedoch mit gefüllten Rucksäcken tot neben ihrem Lagerfeuer. Was ihnen wohl zugestoßen ist?

Neben den bildgewaltigen Eishöhlen gibt es auch mysteriöse Leuchtfeuer. Ihr könnt deren Rauch oft auf weite Entfernung sehen. Die Kunst ist es dann, an den Ort zu kommen, von dem der Rauch aufsteigt. Dafür müsst ihr oft einen komplexen Pfad zum Gipfel finden: Gehen, klettern, den Weg frei schlagen, über Bäume balancieren und den richtigen Pfad oder Durchgang finden. Aber der Weg lohnt sich. Wer in der Lage ist, ein Signalfeuer zu entfachen, der muss einfach gut ausgerüstet sein…

Durch das Felsmassiv zieht sich ein Labyrinth miteinander verbundener Höhlen. Auch die angekündigten Eishöhlen sind dabei und wunderschön anzusehen. 
Durch das Felsmassiv zieht sich ein Labyrinth miteinander verbundener Höhlen. Auch die angekündigten Eishöhlen sind dabei und wunderschön anzusehen.

Apropos Ausrüstung: Es ist nahezu unmöglich, in Stummflusstal länger zu überleben, wenn man die entsprechenden Ressourcen nicht von einer anderen Map mitbringt. Die Gebirgsstadt Milton eignet sich daher als Startpunkt deutlich besser als direkt in der neuen Map zu spawnen. Hier ist der Weg von Milton ins Stummflusstal beschrieben. Als Ausrüstung, die ihr vorm Mapwechsel erst mal sammeln solltet, empfiehlt sich:

  • Beil, Messer und Wetzstein.
  • Gute Kleidung und Nähset.
  • Große Mengen Stoff (auch für Iglus).
  • Große Mengen Streichhölzer (brauchen sich auf).
  • Zwei Töpfe (nutzen sich ab, können vor Ort nicht ersetzt werden).
  • evtl. Haltbare Nahrung (je nachdem, ob ihr jagen gehen wollt oder erst mal erkunden).

Tipps und Tricks zum Überleben im Stummflusstal: Valerias Gesetze

Neue Spielmechanik verändert Savegames

Das Zubereiten von Nahrung hat sich im Spiel grundlegend geändert. Früher konntet ihr im Menü einer Feuerstelle ein Nahrungsmittel auswählen. Nach einer Ablauf der Kochzeit war das Kochgut gar. Der Spieler verblieb im Koch-Menü. Die Spielzeit wurde auf Schnellvorlauf gestellt.

Jetzt ist mit dem Update Wachsame Flamme alles neu: Feuerstellen haben nun unterschiedlich viele Kochfelder. Auf die könnt ihr eure Nahrung legen. Wenn ein Ofen zwei, oder ein großer Herd sechs Kochfelder hat, könnt ihr auch gleichzeitig entsprechend viele Mahlzeiten garen. Während das Essen auf dem Herd brutzelt und das Teewasser blubbert, könnt ihr die Zeit nutzen, um andere Arbeiten zu verrichten: Ihr könnt die Hütte durchsuchen, Klamotten flicken oder ein Stündchen schlafen. Damit geht ein Spieler-Wunsch in Erfüllung: Während das Wasser heiß wird, möchte ich gern etwas anderes tun können als einfach nur nebendran zu sitzen.

Aber Achtung! Wenn ihr fertig gekochtes Essen zu lange auf dem brennenden Herd liegen lasst, verkocht es. Flüssigkeiten verdampfen und sind dann einfach weg. Mahlzeiten verbrennen zu einem schwarzen Klumpen. Eine Verschwendung von Nahrung und Brennstoff. Neben dem Multitasking müsst ihr also die Brennzeit des Feuers im Blick behalten. Ebenso wie die Garzeiten jeder einzelnen Mahlzeit.

Wachsame Flamme: Je nachdem, wie groß der Herd ist, könnt ihr unterschiedlich viele Mahlzeiten gleichzeitig zubereiten.
Wachsame Flamme: Je nachdem, wie groß der Herd ist, könnt ihr unterschiedlich viele Mahlzeiten gleichzeitig zubereiten.

Rohes Fleisch könnt ihr einfach so auf die Kochfelder legen. Dort brät es dann. Bei Flüssigkeiten sieht das anders aus. Zum Abkochen von Trinkwasser oder zur Zubereitung von Tee und Kaffee braucht ihr einen Behälter. Konservendosen bringen diesen Behälter schon mit. Ihr könnt die geöffnete Dose einfach erhitzen. Leere Konserven könnt ihr weiter nutzen. Sie werden als improvisierte Töpfe verwendet. Es gibt aber auch echte Töpfe im Spiel, die wesentlich mehr Flüssigkeit fassen. Die findet ihr beispielsweise in Milton in den Küchen.

Was geschieht bei so einem Update jetzt mit den alten Spielständen in den Savegames? Rein technisch ist das kein Problem. Die neue Koch-Mechanik hat ja nichts mit dem Speicherstand zu tun. Doch wie ergeht es dem einsamen Wanderer am Wolfsberg? Wacht der nach dem Update auf und kann sich kein Wasser mehr kochen, weil er kein Kochgeschirr hat? Vor dem Update brauchte er das ja nicht. Es wäre unnötiges Gewicht gewesen – und er konnte es technisch auch noch gar nicht einpacken. Hinterland Studios hat auch daran gedacht: Jeder alte Speicherstand erhält automatisch eine recycelte Konservendose ins Inventar. Damit lässt sich das neue Kochsystem zumindest grundlegend nutzen.

Wachsame Flamme: Botschaften aus dem Nirgendwo

In diesem Update führt Hinterland Studio eine weitere Möglichkeit ein, im Spiel Geschichten zu erzählen. Bisher gibt es Briefe und Zettel, die ihr in der Spielwelt finden könnt. Teilweise durften sich die Backer aus der Crowdfunding-Phase hier verewigen. Teilweise erläuterrn die Texte den Hintergrund über den Niedergang der „Großer Bär“-Insel aus der Spielwelt.

In den ersten beiden Episoden des Story-Modus sind NPCs hinzu gekommen. Die Charaktere, denen ihr begegnet, erzählen in den Cinematic-Zwischensequenzen und in Ingame-Dialogen ebenfalls ihre eigene Geschichte und zeigen Zusammenhänge auf.

Mit dem Update kommen jetzt sogenannte „Buffer Memories“ hinzu. Die Welt ist in The Long Dark ja von einem geomagnetischen Sturm getroffen worden. Der hat den Strom ausgeschaltet und vermutlich auch viele elektromagnetische Datenträger zerstört. die geheimnisvolle Aurora bringt ja punktuell Strom zurück: Plötzlich funktionieren Lichter, Türöffner oder Radios wieder. Jetzt erweckt dieser Effekt auch Computermonitore wieder zum Leben und sie geben alte Bildschirminhalte wieder.

Wachsame Flamme: Die Aurora zaubert alte Bildschirm-Inhalte wieder auf die Monitore.
Wachsame Flamme: Die Aurora zaubert alte Bildschirm-Inhalte wieder auf die Monitore.

Hier die zentralen Neuerungen noch mal im Hinterland-Video (auf Englisch) zusammengefasst:

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