The Black Death

Das Mittelalter-Survival The Black Death hat seit seinem Start in die Early Access vor anderthalb Jahren nicht wirklich an Fahrt aufnehmen können. Die Entwickler von Small Impact Games geben sich jedoch unbeirrt und brachten in der vergangenen Woche das nächste große Update.

Der Umgang mit der Pest ändert sich

Im neuen Update schrecken die Entwickler nicht vor Umstrukturierungen im Charakterfortschritt zurück. Zuvor mussten Spieler als Bettler anfangen und diese Klasse lange und mühsam meistern. Es folgte die Bauern-Klasse, die ebenfalls langsam durchschritten werden musste, bevor ein Spieler seinen Pfad endlich selbst bestimmen konnte.

Skills and Inventory in The Black Death
Das neue Interface kombiniert Skillsystem und Inventar in einem Notizbuch.

Der neue Patch bricht mit diesem System und lässt Spieler beliebig in den einzelnen Skillbäumen aufsteigen. Ihr möchtet eigentlich den brandneuen Skilltree des Pest-Arztes verfolgen, aber dennoch etwas kochen und das coole Mundtuch des Banditen craften können? Kein Problem. Durch zunehmende Aufstiegskosten ist gewährleistet, dass es wirklich eine ganze Weile dauern kann, bis ein Charakter alle Skilltrees komplett freigeschaltet hat. Bis dahin hat man in der Gruppe durchaus Vorteile, wenn jeder sich auf eine berufliche Richtung konzentriert.

Neu ist außerdem das Questsystem, das euch jetzt ein Tutorial zur Pest-Situation in Mercia gibt. Hier rückt die Aufgabe des Pest-Doktors in den Fokus, der den „Schwarzen Tod“ und von ihm betroffene Menschen und Tiere untersucht, um ein Heilmittel zu entwickeln. Dabei sprecht ihr mit NPCs und erfüllt Missionen wie das Untersuchen von Kadavern und Diagnostizieren von Krankheiten.

Das Leben in Mercia

Das Base Building wurde ebenfalls gründlich überarbeitet. In der Stadt kauft ihr jetzt Land-Verträge, mit denen ihr ein Grundstück eurer Wahl besetzt. Ihr startet dabei mit einem simplen Baufundament, das ihr nach und nach mit Rohstoffen zu einer Hütte, einem abgeschotteten Gelände und einem Anwesen ausbauen könnt. Neben Werkbereichen wie Öfen, Werkbänken und Schmieden könnt ihr auch NPC-Siedler unter Vertrag nehmen, die bei euch auf dem Anwesen Wache schieben oder Getreide anbauen.

Base Building in The Black Death
Auf unserem Anwesen steht der Schmelzofen, ein Bauer erntet Weizen und eine Wache steht am Brunnen.

Teamwork wird hierbei wärmstens empfohlen: Gerade mit Ausrüstung wird eure Tragekapazität schnell eingeschränkt und das ständige Hin- und herlaufen zwischen Anwesen und Farmspots kann ermüdend werden. Doch die Lande von Mercia sind karg: Die meisten Server sind so verlassen wie die entlegeneren Mapregionen, die Spielerzahlen sind gering.

Die Ansätze der Spielvision kann man bereits erkennen: Neben dem von Rust gewohnten Spiel aus Base Building und Raiding bietet Mercia von NPCs bewachte Städte, die Potential für Spielerinteraktion bieten. In den Wäldern lauern KI-Banditen und Wölfe, die unachtsamen Wanderern das Leben schwer machen. Ebenso gibt es erste Entwürfe von Dungeons und Banditencamps, die zur Erkundung einladen. Die ersten Städte erzählen mit liebevollen Details vom Ausbruch und den Folgen der Pest.

Im Interview mit PCGamesN zeigen die Entwickler alle Inhalte des Updates.

Doch The Black Death hat mit Version 0.19 noch einen langen Weg vor sich: Das Kampfsystem ist im warsten Sinne des Wortes grobschlächtig. Wir schwingen unser Schwert und hoffen den Feind zu treffen, ohne umgehend die Gegenkeule zu bekommen. Auch die Karte besitzt noch zahlreiche Löcher, leere Dörfer und Mangel in der Ressourcenverteilung. Den Traum eines atmosphärischen Mittelalter-Survivals hält The Black Death aufrecht, doch für langfristigen Spielspaß bedarf es noch an einigem Feinschliff. Dann könnten insbesondere organisierte Spielcommunitys ihre Freude hier finden.

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