Shattered Skies

Shattered Skies, der neue Titel der Macher von Infestation-Survivor Stories und War-Z, ist nun öffentlich spielbar und sorgt direkt wieder für einige Verwirrung. So heißt es auf der offiziellen Steam-Seite:

Find epic loot and gear up to survive the world of Shattered Skies. This is not a survival or PVE game.

Kein PvE, verstanden. Loot finden und Aufgearen, das sind wir ja gewohnt. Wo es hakt, ist das Ziel: „Um zu Überleben“ mit der Schlussbemerkung: „Dies ist kein Überlebens-Spiel.“ Was ist es also dann?

Ein Open-World Sandbox Looter-Shooter?

Was sich zunächst anhört wie ein zufälliges Zusammenwürfeln von Begriffen ist die offizielle Bezeichnung auf der Website von Shattered Skies. Wir haben den Titel angespielt und konnten direkt feststellen, dass wir eine Hunger- und eine Durst-Anzeige hatten – eigentlich charakteristisch für ein Survival-Spiel, oder? Die dritte Anzeige war etwas verwirrend, es schien sich hierbei um Ausdauer zu handeln. Doch nach einiger Zeit im Dauersprint stellte sich heraus, dass diese Anzeige spezifisch für Sprünge ist. Ist sie leer, ist es vorbei mit Springen – ungewöhnlich, aber 40x hintereinander wollten wir eh nicht springen. Die offene Welt beschränkt sich auf einzelne Orte, die über Straßen verbunden sind. Außerhalb der Orte gibt es nahezu nichts zu entdecken. Dafür in den Städten umso mehr.

Nach wenigen Häusern verfügen wir über eine AK, Pistole und Unmengen an Munition. Mit etwas Probieren sind auch die Aliens, die gelegentlich vor unserer Nase spawnen, kein Problem mehr. Jeder Kill an diesen gibt uns ein kleines bisschen Erfahrung. Wir aktivieren einige Funksignale, looten Airdrops und öffnen Waffenkisten – dies gibt schon etwas mehr Erfahrung. Ein paar Spieler erschießen uns. Wir verlieren unsere 3 wertlosen AKs und 2 Standard-Pistolen. Wir respawnen in der Safezone. Unsere kostbaren Lootkisten haben wir noch nicht geöffnet, konnten diese also nicht verlieren. Das machen wir nun in der Safezone und packen die kostbaren Items in unser Warenlager, geschützt vor jeglichem Fremdzugriff. Mit wertlosem Gear laufen wir wieder heraus in die Welt – scheinbar soll das Spiel so laufen.

Was taugen die Spielelemente?

Der Drang nach Essen und Trinken hat nahezu keine Bedeutung. Man findet in den Stadtgebieten mehr als genug zu Essen und kann Flaschen an Brunnen schnell wieder auffüllen. Das Craftingsystem ist ebenso kampfbezogen wie die sonstigen Elemente des Spiels – Es gibt praktisch nichts, das wir uns herstellen müssten, da alles mehr oder weniger schnell findbar ist. Die Waffenauswahl gehört im Vergleich mit Konkurrenztiteln inzwischen zum Standardsortiment, gestaffelt durch verschiedene Seltenheitsgrade.

Ein interessantes Element findet sich im Kampf gegen die Aliens. Verhalten sich diese zwar äußerst stumpf-aggressiv, verfügen sie jedoch zusätzlich zu einer Lebensanzeige über eine Rüstung. Um diese schnell zu durchbrechen benötigt der Spieler einen anderen Typ Munition. Dieser Wechsel zwischen Waffen und Munitionstypen im Kampf macht die einzige Herausforderung gegen die KI-Gegner aus.

Worum geht es nun?

Shattered Skies eifert in seinem Modell The Division nach. Spieler wetteifern in einer offenen Welt um die seltensten Gegenstände, während ihnen einige PvE-Monster das Leben schwer machen. Jedoch tut sich der Titel, zumindest in dieser noch frühen Phase schwer, sich gegen den großen Konkurrenten hervorzuheben. Unzureichende Survival- und Crafting-Elemente, ein mangelnder Singleplayer-Bereich und wenige Aliens als PvE Herausforderung – Shattered Skies versucht vieles, kann aber in keinem seiner Punkte wirklich glänzen. Es ist kein Survival-Spiel, eher einer von vielen Casual-Shootern, der die Spieler auf die Jagd nach der teuersten Waffe schickt. Denn an Elementen außerhalb des PvP fehlt es eindeutig.

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