Saurian Update - Charles W. Gilmore

Vor drei Monaten starteten Urvogel Games mit Saurian in die Early-Access-Phase, doch gesehen hat man uns im virtuellen Hell Creek seither nicht. Denn auch wenn unser Ersteindruck ein weitgehend positives Bild des Dino-Survivals zeichnete, konnte uns das stark limitierte Gameplay nicht zum Weiterspielen animieren. Jetzt ist allerdings ein Update erschienen, das neben neuen Features auch einige weitere Echsen verspricht: „Charles W. Gilmore“, so der Titel des Patches 1.4, ließ uns erwartungsvoll nach Hell Creek zurückkehren.

Saurian: Jetzt schöner und gefährlicher

Wer befürchtete, dass sich der hohe Realismusanspruch von Urvogel Games auf das Tempo der In-Game-Evolution ausweiten würde, kann beruhigt sein: Mit den etwa monatlich erfolgenden Erbgutschüben sieht sich das Produkt der ambitionierten Hobby-Paläontologen recht gut versorgt. Dass dabei auch auf inhaltlicher Seite alles stimmt, davon zeugt bereits das Antlitz des kreidezeitlichen Hell Creek, das für uns zunächst kaum wiederzuerkennen war. Zwar haben sich die Bodenflächen der Wälder nicht verändert, was mitunter der Tatsache geschuldet ist, dass es (wie die Älteren unter euch wissen werden) vor 66 Millionen Jahren noch keine Gräser oder Blütepflanzen gab. Die Vegetation indes wirkt beinahe wie ausgetauscht; und so rauschen Bäume und Sträucher nun deutlich glaubwürdiger und in viel dichterer Formation an unserem Raptor vorbei.

Saurian Update - Vegetation
Kann man nicht meckern: Die Vegetation von Hell Creek ist nun eindeutig als solche zu erkennen.

Das ist eine Beobachtung, die wir eigentlich viel lieber im urzeitlichen Federkleid des Tyrannosaurus Rex gemacht hätten – aber auch in Version Pre-Alpha 1.4 bleibt der Dakotaraptor der einzige spielbare Dino. Dafür sind aufseiten der KI-Echsen zwei Neuzugänge zu verzeichnen, denen wir als Raptor lieber nicht begegnen würden. Vor allem nicht Paleosaniwa, einer großmägigen Ur-Eidechse, die ihrer Beute gerne im Schutz großer Blätter auflauert. Denn obgleich der Dakotaraptor in fast jedem Wachstumsstadium das größere und stärkere Raubtier ist: Die tarnungsfreudige Handtasche hat so viel Gift in ihren Zähnen, dass ihr schon ein einziger Biss die Tafel decken kann.

Saurian Update - Paleosaniwa
Paleosaniwa ist ein guter Grund, die Wälder von Saurian achtsam zu durchstreifen.

Brachychampsa, der zweite neue Bewohner von Hell Creek, ist dann glücklicherweise ungiftig. Dennoch empfiehlt es sich nicht, mit diesem Ur-Alligator schwimmen zu gehen, da auch ein Alligator-Ahne tun musste, was er eben tun musste. Fortan werden also zwei Krokodile die Gewässer Saurians patrouillieren – Brachychampsa verstärkt hier den Wachdienst der Borealosuchi.

Saurian Update - Brachychampsa
Mit Brachychampsa werden die Gewässer von Hell Creek wieder ein Stück unsicherer.

Mehr Optionen, weniger Frust

Tja – und wie gut ist es angesichts dessen, dass die Entwickler auch die Stimmen derer erhört haben, die es nicht ganz so hart mögen. So erlaubt das sehr offensichtlich aufgehübschte Hauptmenü jetzt die Einstellung dreier Schwierigkeitsgrade: Casual, Normal und Realistic. Während ihr im Casual-Modus über höhere Defensiv-Werte verfügt und das Spiel jederzeit speichern könnt, dürft ihr im realistischen Modus nur beim Schlafen oder beim Übergang in ein neues Wachstumsstatium speichern. Außerdem wird euer Spielstand gelöscht, wenn … Nun, das wollte uns der abgehackte Text des Auswahlschirms nicht verraten. Wohl aber können wir euch dahingehend erhellen, dass der normale Schwierigkeitsgrad zwischen den zuvor beschriebenen Varianten liegt, und – genau wie auch die anderen Modi – das Speichern beim Verlassen des Spiels gestattet.

Weitere Änderungen umfassen neben einem überarbeiteten Triceratops-Modell z.B. Regen, einige CPU- und Grafikkarten-Optimierungen, mehrere Save-Slots sowie diverse KI-Verbesserungen – von denen wir allerdings nicht allzu viel bemerkt haben. Wie schon bei unserem letzten Besuch vermögen es die meist kleineren Dinosauriergruppen, galant zu einem einzigen Tier zu verschmelzen. Oder, und dies gerne auch im Rahmen von Kämpfen, die allseits gefürchtete Dino-Hydra zu bilden, während sich im Hintergrund ein T-Rex durch einen Berg zu bohren versucht.

Nein, das sind nicht ganz die Bilder, die wir uns von einem realistischen Dino-Spielchen erhoffen – doch unter dem Strich hat das ehrgeizige Projekt sehr gute Fortschritte gemacht. Daher freuen wir uns schon auf unsere nächste Stippvisite, denn Urvogel Games versprühen weit mehr Enthusiasmus, als es zur Fertigstellung eines solchen Titels überhaupt braucht.

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