rust bored gamers

In einem Post auf Reddit beschwerte sich der Facepunch-Chef Garry Newman über den desolaten Zustand der Entwicklung von Rust. Seiner Meinung nach halten gewisse Gruppen von Spielern diese Entwicklung auf.

Eine ständige Wiederholung

Laut Newman sind die gelangweilten Spieler daran schuld, dass Rust nicht den Early-Access-Status hinter sich lassen kann. Spieler durchschreiten nach seiner Ansicht eine immer wiederkehrende Schleife von Spielspaß und Langeweile. Immer, wenn ein Devblog erscheint, der ein neues System ankündigt, erhält Facepunch Zuspruch. Nach einiger Zeit verblasst die Euphorie der Spielerschaft und sie beginnen damit, das „neue“ Spielsystem zu verdammen.

Dazu sagt der Entwickler sinngemäß:

„Wenn euch ein Spiel langweilig wird, hört doch einfach mal auf, es zu spielen. Und bevor ihr wütend werdet, denkt doch einmal darüber nach, wie viel Spaß ihr in den letzten drei Jahren bereits für die lächerlichen 20€ hattet.“

rust changing loop
Early-Access-Entwicklung: Ein Kreislauf aus Release-Hype und Jammern aus Langeweile?

Vor wenigen Monaten schrieben wir einen Beitrag über die ständigen Änderungen, die Rust regelmäßig ertragen muss. Jetzt teilen wohl auch die Entwickler von Facepunch unsere Meinung. Rust wird in unregelmäßigen Abständen komplett überarbeitet, um der Masse zu gefallen. Das dieser Weg in eine Sackgasse führt, war nur eine Frage der Zeit. Doch sind wirklich die Spieler daran schuld?

The first cut…

Es ist nicht allzu schwer, Spieler zu finden, die sich über Rust beschweren obwohl sie mehrere hundert oder tausend Stunden haben. Entwickler nehmen solche Leute nicht ernst, da sie vermeintlich einer Wut-Welle folgen oder schlicht keine Ahnung haben. Ein falscher Weg, wie wir finden!

Spieler können sehr wohl Geduld aufbringen und Games eine zweite, dritte oder vierte Chance geben. Sei es aus Nostalgie oder neuen Leuten, mit denen man Spielen kann. Viele werden dann aber enttäuscht, weil es sich nicht mehr so anfühlt wie zu früheren Zeiten.

The first cut is the deepest.

Oder zu Deutsch „Der erste Schnitt ist der tiefste“. Dieser Satz beschreibt gut, warum es sich scheinbar lohnt, nach Monaten oder Jahren noch einmal einige dutzende Stunden in ein Spiel zu investieren. Man möchte das Gefühl erneut spüren, dass man beim ersten Mal Spielen fühlte. Zu 90 % ist das aber nicht mit Erfolg gekrönt.

Aber auch andere, pragmatischere Gründe können den Abbruch nach etlichen Stunden erklären. So schreibt der Reddit-User Aim-The-Homeless zu wenig Optionen zum Raiden und Erstellen von Basen enthalten sind oder das sich PvP auf wenige Hotspots zurückzieht. Auch die noch immer nicht perfekte Performance wird oft genannt.

Fazit

Seine Kritik ähnelt der Unseren und der von Newman. Genau dabei liegt das Problem. Die Community und Facepunch wollen beide einfach ein rundes Spiel. Der Entwickler sollte sich aber nicht auf alle negativen Reviews und Kommentare beziehen und eine ausgewogene Haltung bewahren. Der Karren Rust wurde bereits mit Erfolg aus dem Schlamm gezogen und dennoch wird es immer wieder verändert, weil die Balance fehlt. Die Community muss das Recht haben mit zu entscheiden, keine Frage. Sie sollte aber nicht die Oberhand gewinnen.

Auch das neue System hat seine Makel! Aber ein Spiel ohne Ecken und Kanten muss uns erst von Außerirdischen als Willkommenspräsent überreicht werden. – Hoffen wir, dass es dann nicht so endet wie in Amerika vor einigen hundert Jahren.

 

1 KOMMENTAR

  1. schon auf GS gelesen.

    Was fällt denen von Failpunch eigendlich ein denn Spielern UND Kunden die Schuld zu geben?!!!
    Die sollten mal lieber zuerst bei sich nach der Schuld suchen.

    Gut das ich mit RUST aufgehört habe.

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