Roots of Insanity

In Roots of Insanity spielen wir den Arzt Dr. Riley McClein, der gerade die Nachtschicht übernimmt. Seine Schwäche: er leidet an Epilepsie. Plötzlich hören wir ein Geräusch und die Ereignisse überschlagen sich. Die Ursache scheint in merkwürdigen Experimenten zu liegen, die im Krankenhaus vorgenommen wurden und denen wir nun auf den Grund gehen werden.

Was bietet Roots of Insanity?

Schauen wir auf die Shopseite bei Steam, so können wir mit einigem rechnen:

  • Ein fesselndes Kampfsystem bei dem ihr zustechen, zuschlagen, treten und schießen könnt.
  • Einzigartige Story mit vielen unerwarteten Wendungen.
  • Zufälliges Beutesystem.
  • Optionale Bereiche, die man entdecken, sowie erforschen kann.

Doch leider trifft nur einer der vier Punkte zu, nämlich das zufällige Beutesystem. Aber beginnen wir mit den positiven Punkten: Das Ambiente im Krankenhaus ist sehr gut gelungen. So verschließen sich Mauerlöcher hinter uns, ohne dass wir es merken. Die Musik ist auch gut und erzeugt Anspannung, dass jeden Moment etwas passieren könnte. Nur leider wechselt sie sich nicht ab und nach ungefähr einer Viertelstunde wussten wir, wann die „gruseligen Geräusche“ kommen. Auch die Sprachausgabe ist ordentlich. Durch das zufällige Beutesystem ist es immer unterschiedlich, was wir finden können. So kann in einem Schrank, in dem vorher was war, nach unserem Tod nichts mehr sein.

Doch das war es leider schon mit den guten Dingen. Auf der negativen Seite kommt mehr zusammen: Das „fesselnde Kampfsystem“ besteht aus rückwärts laufen und immer wieder die linke Maustaste drücken. Zuschlagen ist nicht möglich und Treten bringt nur gegen Zombies, die am Boden liegen was. Dies ist jedoch nur mit voller Gesundheit ratsam, denn diese Gegner machen viel Schaden, da die oben genannte Taktik nicht funktioniert. Schießen ist ebenso sinnfrei, denn Zombies stecken gefühlt das ganze Magazin ein, bevor sie zu Boden gehen. Kopfschüsse sind dabei nicht möglich, denn die Treffer schlagen immer im Körper ein. Außerdem ist die Pistole nur draußen einsetzbar.

Optionale Bereiche im Spiel konnten wir leider nicht finden. Es ist sehr linear aufgebaut und bietet wenig Raum für Erkundung. Von außen ist das Krankenhaus ein riesiger Betonwürfel ohne Fenster. Die Gegner-KI ist extrem dumm, läuft uns nur stumpf hinterher und bleibt dabei auch gern an Objekten hängen. Einer der nervigsten Punkte ist jedoch, dass wir im Spiel keine Möglichkeit haben, die Lautstärke einzustellen. Diese Option fehlt schlichtweg.

Die Story

Wir haben Nachtschicht und sitzen in unserem Büro, plötzlich hören wir einen Schrei. Extrem angespannt gehen wir diesem auf den Grund. Wir finden eine Leiche, ein Messer und eine Kamera, die uns als „Taschenlampe“ dient. Neben der toten Frau liegt außerdem noch eine Notiz mit dem Hinweis, dass wir zur Polizei gehen sollten. Aber warum denn? Selber aufklären ist viel cooler. Also machen wir uns auf eigene Faust los, um zu ergründen, wo die ganzen Zombies herkommen. Beim ersten Zombie erscheint der Hinweis, dass wir bedenken sollten, ob wir kämpfen, denn wir sind schließlich Arzt und kein Kämpfer. Doch leider gibt es fast nie die Möglichkeit, Gegner zu umlaufen, sondern wir müssen uns ihnen immer stellen. Falls wir nicht kämpfen, bleiben zum Beispiel Türen verschlossen.

Auf unserer Reise durch das Krankenhaus sind wir immer wieder begleitet von epileptischen Anfällen, welche wir mit einem Quick-Time-Event verhindern können, sofern wir Medizin dabei haben. Falls nicht, haben wir einen Nachteil für den bevorstehenden Kampf. Das ganze Spektakel dauert eine bis, wenn man trödelt, zwei Stunden Spielzeit.

Fazit

Roots of Insanity kostet zehn Euro und ist diesen Preis absolut nicht Wert. Die Spielzeit ist viel zu kurz und es hält nicht, was es verspricht. Die Jumpscares sind sehr schlecht gemacht, teilweise verpasst man sie sogar, weil man woanders hinschaut. Die Gegner sind dumm und keine Herausforderung. Das Kampfsystem ist unausgereift, da man nur eine Taste immer wieder drücken muss. In den Außenbereichen ist die Optik wirklich nicht schön. Das alles schon unter der Berücksichtigung, dass es ein Indie-Titel ist. Eine Kaufempfehlung können wir somit nicht aussprechen.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gameplay
2
Grafik
4
Sound
5
Story
2
QUELLERoots of Insanity via Steam
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Hinter UdoVanGnudo verbirgt sich ein begeisterter Zocker, angetan von Dinosauriern und Ponys. Wenn man ihn mal nicht hinter der Flimmerkiste antrifft, dann befindet er sich wahrscheinlich irgendwo im Airsoft-Kampfeinsatz oder trinkt ein Bierchen, schmeißt die Angel in den See und entspannt.

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