Rising World Interview Gamescom 17

Das junge deutsche Entwicklerteam JIW Games hat mit Rising World einen aufgehenden Stern am Spielehimmel erschaffen, der mit seinem Voxel-basierten Charme Fans von Weltbau und Crafting begeistern kann. Wir sprachen auf der Gamescom 2017 mit Entwickler Lucien Schünke über die zukünftigen Pläne für das Sandbox-Survival.

Das Voxel-Paradies

Der liebevoll gestaltete Minecraft-Klon Rising World wird vom britischen Publisher KISS vertrieben und konnte bis dato ganze 114.191 Exemplare absetzen. Die drei Jungs von JIW Games programmieren seit fünf Jahren an ihrem Sandbox-Survival und haben bereits eine solide Basis geschaffen. Die Spielwelt gliedert sich in eine Vielzahl verschiedener Biome – Wälder, Wüsten, Savannen und Polarregionen verfügen jeweils über eigene Flora und Fauna.

Von Terraforming und Ressourcenabbau über vielseitiges Crafting bis hin zu Spielwelt-Modifikation werden den Spielern alle benötigten Werkzeuge in die Hand gelegt, um einfache wie komplexe Bauwerke zu errichten. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Leider existiert aktuell keine realistische Physik für die Welt-Materialien. So braucht ein Buddler nicht zu befürchten, dass ihm plötzlich die Decke auf den Kopf fällt.

Rising World gamescom 17
In Rising World sind sogar Bauten wie diese riesige Brücke möglich.

Spezielle Technik

Das Sandbox-Survival Rising World ist wie sein geistiger Vorgänger – Minecraftauf Java aufgebaut und nutzt die JMonkey-Engine.  Auf unsere Frage hin, warum man bei der Entwicklung nicht auf günstige, einsteigerfreundliche Engines wie Unity zurückgreife, argumentierte Lucien Schünke mit dem Wunsch nach Eigenleistung.

Asset-Flipping wollen wir so gut wie möglich vermeiden. Es ist uns wichtig, unsere eigene Leistung zu erbringen und diese auch schützen zu können.

Rising World Gamescom 2017
Schutz muss sein – eine Fortifikation in Rising World.

Die Zukunft von Rising World

Bei allen Planungen zur Implementierung von Features möchten JIW Games den Community-Wünschen bei Möglichkeit immer Vorfahrt gewähren. Der geplante Full Release im Sommer 2018 soll dabei im Zentrum aller Erwägungen stehen. Konkret sind bereits neue Tiere für die verschiedenen Biome in Rising World in Entwicklung. Auch Fabelwesen sollen darunter sein – man darf also gespannt sein.

Was vielen fleißigen Minenarbeitern nicht bewusst sein dürfte: zusätzlich zu düsteren Dungeons existiert eine Hölle in Rising World, die sich weit, weit unterhalb der Oberfläche befindet. Man wird tief graben müssen, um diesen furchtbaren Ort zu entdecken. In Zukunft sollen dort zudem Höllenhunde ihr Unwesen treiben.

Neue Survival-Elemente sind bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung, während neue Charaktermodelle bereits auf Steam bewundert werden können. Dazu passen dann die Kleidungsstücke, die vor der als Feature geplanten Witterung schützen sollen. Auch NPCs, mit denen beispielsweise Handel getrieben werden kann, sind bereits in Vorbereitung.

Rising World Interview GC 17
So schön kann Basebuilding sein.

Weitere Features sind beispielsweise ein Quest-System, das den Spielern auch die Möglichkeit geben soll, eigene Missionsreihen zu erstellen. Außerdem soll ingame-Elektrizität die Rising World in Zukunft hell erstrahlen lassen. Mehr bedienbare Fahrzeuge sorgen dann bald für die nötige Mobilität, um die prozedural generierte Welt zu bereisen.

Ferner wird aktuell weiter an Rising Worlds uneingeschränktem Bausystem gearbeitet, das dem Spieler bereits jetzt viele Möglichkeiten zur präzisen Gestaltung großer Bauwerke gibt. Sollte das junge Team seine schmalen Ressourcen richtig verteilen und bei den zahlreichen anstehenden Aufgaben nicht den roten Faden verlieren, könnte uns mit Rising World ein echter Minecraft-Konkurrent – Made in Germany – erwarten. Wir behalten den Titel für euch im Auge.

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