PvP an einer Spieler-Basis in Rend

Wenn sich Entwickler von Topsellern wie World of Warcraft, League of Legends und Call of Duty: Advanced Warfare für ein neues Projekt zusammensetzen, verspricht das Potential. Wenn sich dieses neue Team dann aber auch noch für einen Survival-Titel entscheidet, ist unsere Aufmerksamkeit vollends geweckt. So im Falle von Frostkeep Studios, die mit Rend nicht einfach nur die Reihe der Open-World Survivals erweitern, sondern das Genre mit einem bisher einzigartigen Titel bereichern wollen.

Kompetitives Survival im großen Stil?

Doch was außer große Namen macht dieses StartUp-Projekt so besonders? Wie bei der Konkurrenz spawnt ihr auch hier ohne Ausrüstung in einer offenen Welt und müsst überleben. Jedoch nicht alleine. Drei Fraktionen sind bespielbar, die in dieser virtuellen Arena gegeneinander antreten. Denn im Zentrum der Karte liegt der ikonische Weltenbaum, der schlussendlich eine Fraktion zum Sieger erklären wird. Um diese siegreiche Fraktion zu werden, wird es euer Ziel sein, Seelen für den Baum zu sammeln – oder euch eurer Konkurrenz zu entledigen.

Stattfinden tut dieser Kampf um die Gunst eines Baumes in einer von World of Warcraft deutlich angehauchten Fantasy-Welt. So gibt es Dungeons zu erkunden und eine Parallelwelt voller gefährlicher Kreaturen. Letztere trachten euch ebenfalls nach eurer Existenz. regelmäßig finden großangelegte KI-Angriffe statt, die ihr gemeinsam mit eurer Fraktion abwehren müsst. Zu Verteidigen gilt es hierbei das Zentrum und Herzstück eures Volkes, den Gottesstein. Wird er zerstört, verliert ihr das Spiel.

Für wen ist das etwas?

Während sich Fans von Baseraiding und PvP jetzt bereits zurecht freuen, soll aber auch für PvE-Anhänger ausreichend Inhalt bereitgestellt werden. Denn eine Festung baut sich nicht von alleine. Zunächst sollen die jeweiligen Fraktionen aus bis zu 20 Spielern bestehen, was im gängigen Rahmen für die verwendete Unreal-Engine liegt. Diese müssen rund um die Uhr für den Schutz und Ausbau ihrer Basis sorgen. Denn von Nichts kommt Nichts. Mit höheren Spielerzahlen wird es mehr und mehr Verwendungsmöglichkeiten für verschiedene Spielstile geben, sodass PvEler die Krieger ihrer Fraktion versorgen und im Gegenzug sichere Farmgebiete vorfinden. Natürlich kann im Ernstfall jeder zur Waffe greifen, denn die Welt birgt viele Gefahren.

Schwierigkeiten dürften hier eher die Gelegenheitszocker haben: Da sich das Geschehen permanent fortsetzt, werden Spieler im Vorteil liegen, die mehr Zeit investieren. In diese Richtung bieten die Entwickler aber bereits einen Lichtblick durch Einstellungsmöglichkeiten für die individuellen Server. Wie weitreichend diese sein werden, ist jedoch noch nicht bekannt.

Die Feature-Liste

Der Spieler kann zwischen drei Fraktionen wählen, die dem klassischen RPG-Handbuch entnommen sein könnten: Das gerissene Konklave, der stolze und kämpferische Orden und die mystischen und hochintelligenten Wiedergänger. Dies Ausrichtungen spiegeln sich in Klassen wie Attentäter, Soldat und Magier wider, ergänzt durch den Überlebenskünstler. Jede dieser Klassen soll dabei nicht nur über einen eigenen Skilltree verfügen, auch bevorzugte Handlungen wie Farmen, Craften, Kämpfen, Magie oder Erkunden sollen zur Individualisierung eures Charakters beitragen.

Spinnen in Tunneln in Rend
Gibt es eigentlich ein Fantasy-Spiel ohne Riesenspinnen? Rend ist es auf jeden Fall nicht.

Ihr spielt in einer offenen Welt mit Tag-Nacht-Zyklus, Wetter und Hitzeeinfluss. Während wir die Not von Nahrungssuche im Survival eigentlich gewohnt sind, gibt es hier zunächst noch keine Bestätigung. So liegt der Fokus der Features auf dem Farmen gebietstypischer Ressourcen und dem Ausbauen eurer Heimbasis. Entdecken könnt ihr eine offene Welt voller Gras- und Waldflächen, durchzogen von einem Tunnelsystem. Dazu gibt es das „ewige Wasteland“ als Parallelwelt, in der neben bösen Kreaturen auch sagenumwobene Artefakte auf euch warten.

Das Kampfsystem wird auf dem schnellen Third-Person Shooter beruhen, der sich in Richtung Fernkampf mit magischen Armbrüsten oder anderen Waffen entwickelt. Im Laufe der Early Access soll das Spiel in Zusammenarbeit mit der Community um weitere Kreaturen, Waffen, Zauber, Mechaniken, Spielmodi und Serveroptionen ergänzt werden.

Potential für einen Topseller?

Rend verspricht, von der Erfahrung der Entwicklergrößen im Team zu profitieren. In weniger als einem Jahr stellten Frostkeep Studios einen Titel auf die Beine, der bereits sehr bald in die Early Access starten soll. Der Grund für diesen schnellen Fortschritt liegt in der Routine, und mit kombiniert über 50 Jahren Industrieerfahrung braucht das 5-köpfige Team sich hier nicht zu verstecken. Sie wissen um die Schwächen im Survival-Genre: Die Arbeit auf ein größeres Ziel hin fehlt im Sandbox-dominierten Survival häufig komplett. Oftmals resultiert die aufgestaute Kampfeslust in gegenseitigem Baseraiden oder Battle-Royale-Ablegern wie ARK: Survival of the Fittest oder H1Z1: King of the Kill. Rend bietet jedoch keine 30-Minuten-Matches, sondern ein tagelanges, gegenseitiges Helfen und Zerstören im großen Stil. Vielleicht nichts für den E-Sport, aber die breite MMO-Community leckt sich bereits die Zähne.

Das Risiko der richtigen Balance

In jedem kompetitiven Spiel stellt sich die Frage nach der richtigen Abwägung von Stärken und Schwächen. Dies wird mit jedem Feature und jeder Handlungsmöglichkeit schwieriger. Die Frage ist, ob die Spieler in der Lage sein werden, in unübersichtlichen Gruppen ihre Rolle zu finden, und so gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Und wenn eine Fraktion diese Meisterleistung schafft, werden die anderen in der Lage sein, dagegen zu halten? Wie möchte man verhindern, dass zu oft Spieler mit viel Zeit gegen Spieler mit wenig Zeit antreten? Diese Fragen bleiben zunächst unbeantwortet, werden aber mitentscheidend für den längerfristigen Erfolg sein.

Frostkeep Studio startet mit Rend ein äußerst ehrgeiziges Projekt mit viel Potential, aber ebenso mit verborgenen Schwächen. Ein erfahrenes Team mit großen Visionen arbeitet an einem Titel, der verschiedenste Spielergruppen zusammenführen könnte. Doch auf Seiten der technischen Umsetzungsmöglichkeiten herrschen selbst heutzutage noch Grenzen, da 20 Spieler pro Fraktion für ein solches Projekt noch zu wenig ist, um einzelne Gelegenheitsspieler in den jeweiligen Teams auszugleichen. Nichtsdestotrotz bleibt Rend ein spannender Titel, den der Survival-Fan besser im Auge behalten sollte. Der Early-Access-Start ist noch für dieses Frühjahr geplant.

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