Raft - die zentralen Charaktere

Redbeet Interactive hat die kostenlose Prototyp-Version von Raft weiterentwickelt und als Windows- Version im Early Access veröffentlicht. Für knapp 20 Euro könnt ihr auf Steam ein Exemplar des Ozean-Survival-Spiels bekommen. Das grundlegende Spielprinzip ist noch dasselbe, die Entwickler haben aber einen Haufen weitere Features hinzugefügt.

Alles neu macht der Mai

Es geht bei Raft immer noch um das Szenario, auf dem weiten Ozean auf einem Floß gestrandet zu sein. Dort müsst ihr das Überleben sicherstellen: Treibgut hilft euch, das Floß auszubauen. Fische und angespülte Vorratsfässer mit Kartoffeln und Roter Beete stillen den Hunger. Und ihr lernt schnell, wie ihr Meerwasser entsalzen könnt. Um das Floß patrouilliert ein hungriger Hai. Wenn er euch nicht bekommt, verbeißt er sich im Holz und beschädigt euer wertvolles Gefährt.

Dieses Szenario ist im Early-Access-Release vom 23. Mai deutlich erweitert worden. Als Erstes fällt auf, dass sich der Stil der Grafik weiterentwickelt hat. Er ist noch comicartiger, detailreicher und weicher geworden als in der Prototyp-Version. Darüber hinaus gibt es eine Reihe Änderungen an Spielmechanik und an Interaktionsmöglichkeiten. Die Wichtigsten stellen wir hier kurz vor.

Der Raft-Hai früher und heute. Gleiche Szene, neue Optik.
Der Raft-Hai früher und heute. Gleiche Szene, neue Optik.

Früher auf dem Wasser, jetzt auch unter Wasser

Es gab in der Prototyp-Version nicht viele Gründe, sich ins Wasser zu begeben. Vielleicht hat euch ein besonders wertvoll aussehendes Vorratsfass, mal zum Sprung über Bord verleitet – wenn ihr es mit dem Wurfhaken verfehlt hattet. Denn im Ozean wohnt der Hai, und wenn ihr den nicht bewusst jagen wolltet, seid ihr besser auf dem Floß geblieben. Der Ausflug ins Kühle Nass fand auch ausschließlich an der Wasseroberfläche statt. Heute locken wesentlich mehr Anlässe, euch der Hai-Gefahr auszusetzen. Am Grunde des Ozeans schlummern wertvolle Ressourcen, wie Steine und gesunkene Boots-Teile. Es lohnt sich daher, Erkundungstouren unter Wasser zu unternehmen.

Raft: Erkundungstouren unter Wasser sind jetzt möglich - und lukrativ, um wertvolle Ressourcen zu finden.
Erkundungstouren unter Wasser sind jetzt möglich – und lukrativ, um wertvolle Ressourcen zu finden.

Früher alleine, jetzt auch im Multiplayer

Auf diese Touren müsst ihr euch auch nicht allein begeben. Ihr könnt Raft mittlerweile im Multiplayer-Modus zusammenspielen. Nach Angaben der Entwickler geht das theoretisch mit unbegrenzt vielen Mitspielern. Ihr müsst hierfür keinen Server mieten. Einer der beteiligten PCs übernimmt stattdessen die Rolle des Hosts und muss die entsprechende Rechenleistung zur Verfügung stellen. Realistischer sind daher vermutlich vier und acht Spielern als Obergrenze.

Früher ein sauberes Meer, jetzt eine verschmutzte Plörre

Das Meer war schon in der ersten Version voller Treibgut: Holz, Palmzweige, Metallschrott. Im aktuellen Early-Access-Spiel treibt euer Floß in einer wesentlich dreckigeren Region des Ozeans: Wasserkanister, Plastikmüll, leere Flaschen, ja ganze verlassene Flöße anderer Überlebender treiben nun auch noch um euch herum. Was schlecht fürs Ökosystem ist, ist gut für euch. Ihr könnt viel mehr Ressourcen mit einem Wurfhaken zu euch heranziehen.

Früher eine Handvoll Werkzeuge, jetzt ein komplexes Crafting-System

Ein Hammer, eine Axt und einen Grill, damit kam man mal ziemlich weit. In der neuen Version ist das Bausystem wesentlich komplexer:

  • Ein Teil der Werkzeuge und Aufbauten müssen erst erforscht werden.
  • Teilweise braucht man dafür für Blaupausen, die man unterwegs erst finden muss.
  • Es gibt wesentlich mehr Rohstoffe, die ihr finden und bergen müsst.

Die Werkzeuge nutzen sich jetzt außerdem ab, wenn ihr sie benutzt. Das erkennt ihr an dem Zustandsbalken unter dem Item. Wenn das in einem kritischen Moment geschieht, kann das wirklich tragisch sein. Daher empfiehlt es sich z.B., immer einen Ersatz-Speer im Inventar zu haben, um Haie abzuwehren.

Raft: Werkzeuge haben jetzt einen Zustandsbalken. Sind sie abgenutzt, kannst du sie nicht mehr benutzen.
Werkzeuge haben jetzt einen Zustandsbalken. Sind sie abgenutzt, kannst du sie nicht mehr benutzen.

Früher unnavigierbar, jetzt „Zehn Grad Steuerbord, volle Kraft!“

In der Protoyp-Version des Spiels war der Ozean leer. Es gab nur die Trümmer im Meer, auf die ihr zu getrieben seid – oder die auf euch zu getrieben sind… Jetzt seht ihr in der Ferne plötzlich Inseln vorbei ziehen. Auch andere, verlassene Flöße treiben auf dem Meer. Zunächst ist all das unerreichbar. Wenn ihr euch aber ein Paddel gebaut habt, könnt ihr die Richtung eures Gefährts ändern. Später lässt sich das Floß zu einem Fahrzeug mit Segeln ausbauen und noch besser steuern. Außerdem könnt ihr einen Anker bauen. Der hält euer Floß in Position, während ihr eine Erkundungstour auf einer Insel unternehmt.

Raft: Dieses Floß ist verlassen, aber vielleicht finden wir da noch wertvolle Ressourcen?
Dieses Floß ist verlassen, aber vielleicht finden wir da noch wertvolle Ressourcen?

Weiterentwicklung von Raft im Early Access

In den Release Notes auf Steam geben die Entwickler einen Ausblick auf die geplante Weiterentwicklung des Spiels. Dort ist die Rede davon, dass man künftig noch stärker als Entdecker aktiv wird. Ihr sollt dann gestrandete Schiffe, versunkene Städte und Höhlen voller Schätze erkunden können. Außerdem könnte der Hai neue Freunde bekommen. Vermutlich würden dann ganz unterschiedliche Wildtiere euch das Leben schwer machen – oder es gibt gar einen freundlichen tierischen Begleiter für eure Spielfigur? Auch ein Kreativmodus  zum entspannten Bauen mit unbegrenzten Ressourcen wird angekündigt – in Verbindung mit der Öffnung des Spiels für Steam Workshop.

Eine Roadmap oder konkretere Ideen gibt es noch nicht. Die geplanten Änderungen sollen vielmehr zusammen mit der Community entwickelt und abgestimmt werden. Hier zwei wichtige Links dazu:

Was wären eure Wunsch-Features für dieses Spiel? Schreibt uns doch einen Kommentar dazu ganz unten auf dieser Seite.

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