PlayerUnknown Gamescom Keynote

Brendan Greene alias PlayerUnknown ist mit seinem Erfolgstitel PlayerUnknown’s Battlegrounds aktuell der wohl bekannteste „Unbekannte“ der Gamingszene. Am gamescom-Mittwoch stellte er sich erstmalig der deutschen Öffentlichkeit mit einem Keynote-Vortrag über seine Geschichte vom Modder zum Top-Entwickler. Wir haben den „PlayerUnknown“ im Gespräch einmal kennenlernen dürfen.

Der Mann hinter der Maske

Wir warten gespannt im Kongress-Saal auf den Top-Entwickler, der in wenigen Monaten über 8 Millionen Kopien seines Erfolgstitels verkaufte. Zunächst suchen wir vergebens, bis wir einen unscheinbaren Mann im roten T-Shirt entdecken, der – getarnt mit einer großen Sonnenbrille – aus einer Ecke heraus den noch leeren Saal fotografiert. Es könnte ein einfacher gamescom-Besucher sein, wüssten wir nicht, dass hinter dieser Maske der Mann steckt, dessen Gamertag über dem aufsteigenden Stern PUBG aufgedruckt ist. Er erkennt schnell, dass er enttarnt wurde, reagiert aber außerordentlich freundlich.

PlayerUnknown Interview
Das ist also dieser PlayerUnknown, dessen Spiel gerade alle spielen.

Fasziniert betrachtet er die große Halle mit den drei gewaltigen Bildschirmen, die allesamt seinen Vortrag ankündigen. Greene ist weiterhin bescheiden mit seinem Erfolg – die Zahlen sprechen für sich selbst. Wir unterhalten uns über unsere Erfahrungen mit Battlegrounds und stellen fest, dass wir beide lieber anderen beim Spielen zuschauen, als selbst in den Ring zu steigen. Nur eine kleine Powerpoint-Präsentation hat er vorbereitet, mit einer kleinen Überraschung am Ende. Mehr kann man auch nicht erwarten: Seid Monaten tourt der Creative Director um die Welt, um von seiner Erfolgsgeschichte zu erzählen, und jedes Gespräch wird mit Spannung verfolgt. Bei jedem Auftritt eine große Ankündigung zu machen, ist da einfach nicht möglich.

Passen Battlegrounds und Survival zusammen? Brendan lächelt bei der Frage etwas. Er sieht seinen Erfolgstitel auf jeden Fall im Survival-Genre angesiedelt. Denn über all dem Deathmatch und Gunplay von PUBG steht ein großes Ziel: Der letzte Überlebende sein – egal auf welche Weise Vor dem Vortrag muss er noch einmal den Raum verlassen. Wir haben uns gerade erst kennengelernt, da vertraut er uns seinen Rucksack an, um darauf aufzupassen.

Er bespricht mit Melissa Mok – Senior Partnership Managerin – die spontane Akkreditierung eines bekannten deutschen Streamers. Seine Bande zu den Content-Schöpfern sind vorbildlich, er kennt viele schon seit den Anfängen seiner Modding-Karriere. Als sich der Saal mit hunderten Battlegrounds-Fans füllt, duckt er sich in der vordersten Reihe und unterhält sich noch etwas mit seinen Team-Kollegen.

Vom Modder zur Legende

Dann geht er auf die Bühne und der Saal wird still, um seinen Worten zu lauschen. Zu allererst bittet Brendan um einen Applaus für das Entwicklerteam von Bluehole. In den hinteren Reihen stehen zahlreiche Entwickler auf, die allesamt für diesen Anlass eingeflogen sind. Eine Idee alleine kann nicht erreicht werden ohne ein team, was sie umsetzt. Für die Chance, seine Vision eines Battle Royales umzusetzen, ist PlayerUnknown dankbar, und macht immer wieder darauf aufmerksam.

Dabei begann alles so simpel: Der gebürtige Ire lebte zu der Zeit in Brasilien und war alles andere als berühmt. Das sollte sich nach und nach ändern, als er – inspiriert von Bohemia Interactives „Survivor Gamez“ eine Modifikation für die damalige DayZ-Mod entwickelte. Auf DayZCherno übte er damals seine Modding-Skills und baute eine Community. Es folgt der inzwischen bekannte Aufstieg von Battle-Royale-Modifikationen für Arma 3, die Anheuerung für als Berater für H1Z1: King of the Kill und schließlich das beeindruckende Angebot von Bluehole.

PUBG Wüsten-Karte
Trockenes Land: Die gewohnten Plattenbauten von Battlegrounds finden sich auch im der Ödnis.

PlayerUnknown endet seinen Vortrag mit einem Screenshot aus der neuen Karte für PUBG, die eine gewaltige Wüstenstadt zeigt. Er ist inzwischen routiniert und weiß um die Wirkung selbst von kleinsten Einblicken in die aktuelle Entwicklung. Die letzte Viertelstunde nimmt er sich Zeit, um sämtliche Fragen der Zuschauer zu beantworten. Mit seinen letzten Worten stößt er versehentlich seinen Präsentationssteuerer vom Pult – ein weiteres Beispiel für diesen äußerst bodenständigen Entwickler, dem das Publikum mit kräftigem Applaus für seinen Vortrag dankt. Auch wenn dieser keine neue Information bis auf ein Bild enthielt.

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