Moons of Madness Titelbild Logo

Am 22. Oktober 2019 veröffentlichten Funcom und Rock Pocket Games ihren Sci-Fi-Horror-Titel Moons of Madness. Wir haben die ersten Stunden auf dem Mars verbracht und sagen dir, ob sich dieser Trip für dich lohnt.

“Moons of Madness ist ein Psycho-Schocker aus der Ego-Perspektive mit einer gehörigen Portion kosmischem Horror, in dem die wissenschaftliche Erforschung des Mars mit dem übernatürlichen Grauen von Lovecraft aufeinandertreffen.”

Die ersten Stunden: Du erwachst nach einem bizarren Albtraum in deiner Kabine und musst erst einmal klar kommen. Was war das für ein kranker Traum? Aber egal, ab zum Tagesgeschäft. Kurz E-Mails checken, Kaffee und Frühstück reindrücken und dann kann der Arbeitsalltag losgehen. Scheinbar spinnt erneut die Stromversorgung der Mars Basis. Diese verdammten Solar-Panels. Na gut, dann los, bleibt dir ja schließlich nichts anderes übrig.

So in etwa fühlt sich der Einstieg bei Moons of Madness an. Du schlüpfst in die Rolle von Shane Newehart, einem Crewmitglied der ersten bemannten Marsmission. Dein Ziel; die erste Marsbasis errichten und für weitere Expeditionen vorbereiten. Besonders in der ersten Stunde fühlt sich das Game wie ein Walking-Simulator an, im positiven Sinne. Durch die alltäglichen Aufgaben und teils witzigen Dialoge mit deinen Crewmitgliedern, wird eine tolle Atmosphäre erschaffen. Zudem erhältst du auch sehr viel Hintergrund-Wissen zu deiner Missionen und deinen Kollegen.

Moons of Madness window notes
In Moons of Madness befindest du dich auf dem Mars und betreibst die erste bewohnte Station.

Immer wieder streut das Spiel auch ein paar Rätsel ein. Nein Rätsel kann man das nicht nennen. Puzzles trifft es vermutlich eher. Beispielsweise musst du Batterien sammeln und durchtauschen, um die bereits erwähnten Solar Panels wieder richtig ausrichten zu können. Im weiteren Spielverlauf findest du Energiekugenl, welche du mysteriöser weise aufladen und somit den nächsten Abschnitt in einer völlig surrealen Welt öffnen kannst.

Völlig abgedreht! Apropos surreal; Moons of Madness wird als Sci-Fi-Horror angepriesen. Von richtigem Horror ist das Spiel jedoch weit entfernt. Ein zwei gut platzierte Jump Scares reichen bei weitem nicht, um sich Horror Titel schimpfen zu können. Allerdings punktet das Spiel in der tollen Atmosphäre, die vor allem ab der Hälfte ihre Lovecraft Inspiration nicht mehr leugnen kann.

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Gesichtslose und undefinierbare Wesen, Pflanzen, Aliens oder was auch immer sie darstellen sollen, erschaffen eine einzigartige Szenerie. Aber wie gesagt, Horror ist etwas anderes. Moons of Madness ist eher dem Genre Mystery zuzuordnen. Selbst zartbesaitete Menschen brauchen sich vor dem Starten des Spiels keinen neuen Schlüpfer bereit legen.

Moons of Madness ID card service level details
Moons of Madness strotzt vor Details und wichtigen Notizen.

Schöne Optik: Punkten kann Moons of Madness auch in Sachen Grafik. Es setzt keine neuen Maßstäbe, schafft es aber auf jeden Fall, eine glaubhafte Marswelt zu erzeugen. Bereits der Blick aus dem Fenster in den ersten Minuten macht richtig Bock auf mehr.

Besonders die Innenareale strotzen vor liebevollen Details wie Notizzettel mit blöden Bemerkungen, Markierungen an Fensterscheiben zur Bestimmung der Monde oder eine kleine Ecke mit Filmequipment samt Greenscreen. Aber auch außerhalb der Station kann sich der Mars sehen lassen. Wer schon einmal im echten Leben vom Marsrover geschossene Bilder gesehen hat, erkennt, mit wie viel Liebe die Entwickler den Mars in Szene gesetzt haben.

Moons of Madness mars base outside
Moons of Madness erzeugt eine tolle und glaubhafte Atmosphäre auf dem Mars.

Lohnenswerter Trip! Solltest du Sci-Fi begeistert sein und einen Faible für Lovecraft mäßige Atmosphäre haben, können wir dir Moons of Madness auf jeden Fall ans Herz legen. Die Puzzles stellen aktuell niemanden vor ernsthafte Probleme und auch grafisch macht das Spiel alles richtig. Wir werden den Mars auf jeden Fall weiter erforschen und sind gespannt, ob das Spiel auf der Zielgeraden vielleicht noch ein wenig mehr von dem angekündigten Horror bieten wird. In diesem Sinne, over and out!

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