Mimimi-Mittwoch - Kommunikation ist im Early Access ein Fremdwort

In unserem Format „Mimimi-Mittwoch“ geht es diese Woche um das Kommunikations-Verhalten der Entwicklerstudios im Early Access-System.

Zum Einstieg in das Thema stellen wir uns die Frage, wovon die Idee Early Access eigentlich lebt. In der Theorie baut diese auf klarem und regelmäßigem Austausch zwischen Spielern und Entwicklerteams auf. Ziel des Early Access-Systems wäre, neben finanziellen Aspekten für die Entwickler, einen guten Informationsfluss in beide Richtungen zu schaffen und damit die Spieler bestmöglich in das Geschehen mit einzubeziehen.

Das Geheimnis heißt…

Miteinander reden. Dahingehend lautet der Leitsatz vieler Entwicklerstudios, die ein Spiel im Early Access entwickeln: „Wir lassen die Community am Fortschritt teilhaben und beziehen sie aktiv in Entscheidungen mit ein.“ Ob das überhaupt 1:1 umsetzbar wäre, ist an dieser Stelle zu bezweifeln. So hat tatsächlich jedes Entwicklerteam eine interne Roadmap und Pläne, die System und Richtung eines marktfähigen Produktes definieren. Es ist sicherlich nicht möglich, alle Community-Ideen auf einen Haufen zusammenzulegen, und mit viel Mühe daraus irgendetwas zu fabrizieren. Kompromisse zu finden wäre der richtige Weg.

Reden? Fehlanzeige

Wir setzen uns hier bei Survivethis seit dem Alpha-Release von DayZ (was quasi der Geburt des Genres Survival entspricht) mit der Situation der Survivalspiele tagtäglich auseinander. Betrachtet man das derzeitige Verhalten der diversen Entwickler, spürt man schnell die Folgen der vergangenen Zeit.

Die Kommunikation mit der Community hat in den vergangenen Monaten bei den meisten großen Entwicklerstudios massiv nachgelassen. Wo früher ständige Konversation im Vordergrund stand, herrscht jetzt Stillschweigen. Ja nichts zu früh verraten und keine Details nennen steht an der Tagesordnung. Das Journalisten-Dasein wird von schwammigen Informationen, rätselhaften Tweets, stillgelegten Informations-Kanälen und anderen Herrlichkeiten geplagt.

Wir fragen uns, wie schwer es für Spieler noch werden soll, direkten Draht zu den Entwicklern ihres Lieblingstitels aufzubauen? Die Verbindung zueinander entwickelt sich in den vergangenen Monaten nach und nach ins Negative. Eine leere Behauptung? Nein. Als Beweis dienlich: Der Aufwand, den sogar journalistisch Begabte treiben müssen, um an richtige, vollständige und vor allem offizielle Informationen zu kommen.

Back to the roots, Early Access

Ausführliche Entwicklertweets, Antworten auf Fragen über direkte Kommunikationskanäle, eine freundliche Art des Umgangs auf beiden Seiten, all das ist eher der rauhen Umgebung des Internet-Hatespeech gewichen. Außerdem etablieren sich zusehends spärliche Informationen irgendwelcher PR-Agenturen und vage „Wir beheben das Problem schnellstmöglich“-Statements. Unser Vorschlag? Die Kommunikation der Entwicklerteams sollte sich möglichst wieder dorthin entwickeln, wo sie schon mal war. Klare Worte, statt undeutlichem Geschwafel.

2 KOMMENTARE

  1. Nur weil ihr es nicht gebacken bekommt, einen Draht zum Entwickler aufzubauen, weil ihr vielleicht nicht relevant genug seid oder eben genau so schwachsinnige Beiträge wie diesen verfasst, heisst das noch lange nicht, dass sich Entwicklungsstudios nicht mit den Wünschen der Benutzer auseinandersetzen. Anderenfalls würden z.B. über den ARK Digest nicht immer wieder neue Funktionen mit aufgegriffen werden, die eben grade aus der Community kommen.

    P.S. Wenn ich Quatsch und reisserische Artikel lesen will, gehe ich auf bild.de

    • Der Satz lautet „Wir fragen uns, wie schwer es >>>für Spieler<<< noch werden soll, direkten Draht zu den Entwicklern ihres Lieblingstitels aufzubauen". Wir selbst als Presse bekommen das gut hin - finden aber, dass Spieler das Recht auf Kontakt genauso haben sollten. Zum Thema Relevanz unsererseits - unser Terminkalender für Interviews auf der Gamescom ist jetzt schon prall gefüllt, und weitere Kontakte sind noch in Arbeit. Das Format beruht darauf, Dinge zu kritisieren, die besser sein könnten - durchaus absichtlich mit einem Touch an Perfektionismus. Klar, man sollte sich NICHT über alles aufregen. Aber man könnte es, wenn man es will. ;)

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