hunt showdown release

Der 27. August 2019 ist der Tag, an dem Cryteks Hunt: Showdown nach rund eineinhalb Jahren im Early Access, vollständig erscheint. Die alten Hasen der Community äußern jedoch harsche Kritik am Release.

Long Story, Short: Als wir Hunt: Showdown 2014 das erste Mal zu Gesicht bekamen, war es noch ein Third-Person-Koop-Shooter. Spieler sollten in dem Titel gemeinsam auf die Jagd nach vielen verschiedenen Monstern gehen. Damals noch unter dem Namen ,,Hunt: Horrors Of The Gilded Age“.

Drei Jahre später zeigte Crytek auf der E3 2017 erneut Gameplay zum Spiel. Dieses Mal ist es jedoch ein First-Person-Shooter. Trotz der Umstellung waren die Massen begeistert.

Das Spiel hatte zum Start der Early-Access-Phase einige Probleme. Doch Crytek gelobte Besserung. Mit jedem Update wurde das Spiel ein Stückchen besser. Bis zum berüchtigten Update 1.0.

Kritik an Release Version 1.0

Die Freude der Community über Version 1.0 hält sich jedoch in Grenzen. Gerade Spieler mit mehreren Hundert bis Tausend Stunden sind negativ gestimmt. Die Kritik der Spieler? Hunt: Showdown wurde für die Portierung auf die Xbox One vereinfacht – auch die PC-Fassung.

Das Gunplay: Die Kritik, gerade die am Gunplay, ist durchaus berechtigt. Waffen richten bei Körpertreffern kaum Schaden an. Ein Kopfschuss hingegen ist beinahe jedes Mal tödlich. Die Wahl der Waffe ist dabei meist egal.

Crytek hat außerdem das Wackeln der Waffe entfernt. Das sorgte für eine realistische Ungenauigkeit. Ob die Vereinfachung wirklich durch die Konsolenfassung kommt oder nicht, weiß nur Crytek selbst.

Die UI: Aufgeräumt, optisch ansprechend und einfach zu bedienen sollte das UI oder Benutzeroberfläche eines jeden Spiels sein. Vielleicht war das UI von Hunt: Showdown düster und schlicht, passte jedoch wunderbar in das Setting.

Die neue Version ist vollgestopft bis in die letzte Ecke. Der Shop ist ein Graus für jeden Neueinsteiger und der allgemeine Look wird von der Community als zu bunt betrachtet.

Hilfsmittel: Mit dem Trinity-Modus für Drei-Spieler-Teams, wurde auch ein 3D-Ping eingeführt. Mit diesem kann die Position eines gegnerischen Spielers per Tastendruck markiert werden. Im ersten Moment klingt das logisch und nach einer sinnvollen Erweiterung.

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Die intensiven Kämpfe von Hunt: Showdown lebten aber davon, dass Teams kommunizieren müssen. Ein gutes Team hat sich nicht nur durch ein gutes Waffenhandling ausgemacht. Vielmehr war es die Absprache der Partner.

Mit zufälligen Mitspielern musste der Voicechat verwendet werden. Durchaus ein Nachteil für Solo-Spieler. Doch diesen einfach in einen für andere nicht hörbaren Teamchat zu verwandeln, schien Crytek offenbar zu schwer. Der 3D Ping macht Situationen, die früher für Herzrasen gesorgt haben, zu einer Battlefield-ähnlichen Schießbude.

3D Ping Hunt Showdown
Mit der Hilfe des Pings wird gute Kommunikation obsolet.

Grafik Downgrade: Auch die Technik blieb nicht verschont. So wurde das LOD (Level Of Detail) verringert. Das hat zur Folge, dass es öfter dazu kommt, dass Objekte erst wenige Meter vor dem Spieler ins Bild poppen.

Auch behaupten einige Spieler bemerkt zu haben, dass die Texturen etwas matschiger sind als früher und viele Bump-Maps durch flache 2D-Texturen ersetzt wurden.

Diese Punkte, die sich in beinahe jeder negativen Review wiederfinden lassen, können wir guten Gewissens unterzeichnen und als konstruktiv betrachten. Allerdings gibt es leider auch Reviews, die sich über weibliche Charaktere, Skins sowie Dailies/Weeklies auslassen.

Die Kehrseite der Medaille

Es mag zwar anders scheinen, aber die Bewertungen von Hunt: Showdown befinden sich noch immer im absolut positiven Bereich. Wie bereits eingangs erwähnt, sind es vor allem Spieler im hohen drei- bis vierstelligen Stundenbereich, die die Änderungen in Richtung Casual ablehnen.

Hunt showdown steam db
Die Reviews sind noch immer positiv. Denn auch mit den ungeliebten Änderungen, erfreut sich Hunt: Showdown einer begeisterten Fanbase.

Wie geht es weiter?: Wir können Crytek nur raten, sich genauestens zu überlegen, auf welche Gruppe sie bei den Diskussionen über die Änderungen der Version 1.0 hören sollten. Es ist ein Spagat, der für keinen Entwickler einfach ist.

In den kommenden Wochen und Monaten kann sich weiterhin viel tun. Solltest du also Kritik haben, wende dich an die Entwickler oder schreibe eine Review auf Steam. Wir sind sicher, dass unsere Leser eine sachliche und kompetente Meinung abzugeben haben!

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