Prolog

Ssshh leise!“ zischte Benny neben mir. „Wenn die uns hören, sind wir dran!“, setzte er nach. „Jaja ist ja gut, lass mich mal machen.“, herausfordernd schaute ich ihn an, aber er blieb still. Ungewöhnlich für ihn, sonst ließ er sich keine Gelegenheit entgehen, dass letzte Wort zu haben. Wir befanden uns auf einem abgelgenem Güterbahnhof, Sascha hatte uns vor rund dreißig Minuten per Telefon herbestellt.

Wer „wir“ sind? Nun da war einmal Benny, gerade 18 geworden, durchschnittliche Größe und immer ein loses Mundwerk als sein Markenzeichen. Sascha war der älteste unserer kleinen Gruppe mit 20 Jahren. Keine Gelgenheit ließ er verstreichen, um immer wieder hervorzuheben, dass er der älteste ist und deswegen auch am meisten zu sagen hatte. Entscheidungen liefen so häufig nach seinem Willen. Der dritte im Bunde war ich selbst: Patrick, 17 ½ und „der Neue“. Vor drei Jahren hatten wir uns zusammengefunden, da ich als letztes dazustieß, bin ich den Spitznamen bis jetzt nicht wieder losgeworden. Auch wenn jeder den anderen mal ärgerte, hielten wir doch immer zusammen und das war auch der Grund warum Benny und ich nachts um halb 2 auf einem Güterbahnhof standen.

Was er wohl wieder will? Vielleicht hat er wieder ne Überraschung für uns.“, bei dem Wort Überraschung zog Benny eine Grimasse, da Sascha bekannt dafür war, uns etwas zu versprechen und dann einen Scherz draus zu machen.

So eine Überraschung wie damals mit dem Currypulver?“, grinsend schaute ich mich um. Sascha hatte in der Schulzeit Currypulver in die Lautsprecher getan und uns eine Überraschung versprochen. Als die Sekretärin eine Durchsage machte, stob das Pulver aus den Lautsprechern und die Schule musste evakuiert werden.

Ich glaube, ich habe was gehört, halt mal die Klappe!“, zischte Benny mich an und griff an seinen Gürtel. Mit einer Taschenlampe leuchtete er zwischen den Waggons hin und her.

Da war nichts, du siehst wieder Geister!“ und um meine Aussage zu unterstreichen fing ich an “buhuuend“ um Benny herumzuhüpfen, bis ich seinen Ellenbogen ins Gesicht bekam. „Spinnst du?“, machte ich ihn an.

Verdient hast du es!“, Benny grinste mich an und er hatte Recht.

Wir müssen weg! Sofort!“, wir hörten eine hektische Stimme hinter uns. Benny und ich schnellten herum und im Strahl von Bennys Lampe stand Sascha: Groß und komplett in schwarz gekleidet, mit einem, natürlich schwarzen, Rucksack auf dem Rücken.

Was soll dass denn heißen? Haste Mist gebaut?“, fragte ich nach. Noch nie hatte ich Sascha so aufgeregt erlebt.

Wasn los?“, auch Benny war sichtlich verunsichert.

Kommt einfach, ich erkläre euch alles auf dem Weg, mein Auto steht um die Ecke!

Ich geh doch nicht hier einfach so weg ohne zu wissen wohin!“, protestierte ich.

Mein Dad arbeitet bei der Regierung und meine Mam arbeitet mit Bennys Mutter zusammen in einer Forschungseinrichtung“, holte Sascha aus.

Das weiß ich und was hat das jetzt mit unser Situation zu tun?“, unterbrach ich ihn.

Es kommt was auf die Welt zu, eine Art Virus und sie bringen alle in Sicherheit, also alles Forschungspersonal und alle Regierungsmitglieder, hohe Ämter und VIPs halt, die normale Bürgerschaft soll nichts mitbekommen! Ich weiß nicht, was es ist und ich weiß nicht warum sie es nicht in den Griff bekommen aber es soll hässliche Folgen haben und mein Dad gab mir die Autoschlüssel mit der Aufgabe euch aus dem Land zu bringen, in Sicherheit!“, Sascha redete immer schneller.

Wohin denn? Wo ist es sicher?“, Benny fragte und ich dachte genau dassselbe.

Russland, genauer Chernarus! Dort gibt es ein Labor und Forschungseinrichtungen mit Lagern! Dort sind wir sicher!“, Saschas Blick sagte, dass er die Wahrheit sprach und so setzten wir uns in Bewegung.

Zu Teil 2

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