Zu Teil 2

Ich wiederhole es für dich: Keine Bewegung oder dein Hirn schmückt das Auto!“, der bullige Mann machte definitv keinen Scherz.

Was war passiert? Wieso richtete er eine Waffe auf mich? Wir waren ganz normale Reisende und hatten ihm nichts getan!

A-Alles klar, lass uns ganz ruhig bleiben, hier muss niemandem was passieren!“, Ich probierte ihn irgendwie zu beruhigen während mein Körper vollgepumpt mit Adrenalin schon alle Lösungswege durchging.

Gerade als ich überlegte ob ich ihn schnell genug entwaffnen könne, kam alles anders: Der Mann ging einen Schritt auf mich zu, setzte die Waffe auf meiner Nase ab und blickte mir tief in die Augen. Seine Pupillen waren stark verkleinert, vielleicht hatte er Drogen genommen, und seine grüne Iris durchbohrte mich.

Keine Dummheiten, du kannst nichts tun!

Er pfiff in einem schrillen Ton, Sascha und Benny mussten das gehört haben, sie würden nachschauen kommen. Meine Hoffnung wuchs, als ich beide Autotüren hörte und zerbrach direkt wieder. Sascha und Benny stiegen zwar aus und sahen mich und den fremden Mann konnten jedoch kaum handeln. Auf den Pfiff des Mannes kamen drei Männer den hohen Büschen hervor.

Mann 1 war breit aber unsäglich dick, seine Augen quollen fast aus den Höhlen hervor und seine Nase war eingedrückt. Mit beiden Händen hielt er ein Sturmgewehr – AK47. Ich gab ihm den Namen Schweinebacke.

Mann 2 war dunkelhäutig, groß und unglaublich trainiert. Ich tippte auf einen Soldaten. Mit Tarnkleidung und einem G36 ausgestattet trat er hinterm Busch hervor. Name: Ryan – wusste ich nur aufgrund seines Namensschildes an der Brust.

Mann 3 hatte ungefähr meine Statur, braune Haare zu einer Tolle gegeelt und eine Hornbrille. Er trug einen Anzug und passte nicht in die Szene. Er sah so unglaublich gebildet aus und in seinen Augen sah man, dass ihm die Situation nicht sonderlich gefiel. Er war der einzige, der unbewaffnet war, zumindestens nicht sichtbar. Ich gab ihm meinen Spitznamen: Professor.

Ihr seid in der Unterzahl, sowohl was Männer als auch Bewaffnung angeht, probiert erst garnicht uns auszutricksen!“, Schweinchen richtete zeitgleich mit Ryan seine Waffe auf Benny und Sascha.

Die drei Männer standen Schulter an Schulter, der Professor war hinter ihnen geblieben. Er hatte Recht, wir hatten nicht den Hauch einer Chance, unsere einzige Hoffnung war, dass sie uns gehen ließen nachdem sie hatten was sie wollten.

Was wollt ihr?“, Sascha war sichtlich sauer und sprach langsam und bedrohlich.

Was wir wollen? Ihr habt wohl nichts mitbekommen oder? Wieso kommt ihr her? Das Land ist vor zwei Stunden fast komplett ausgestorben! Die Welt liegt in Trümmern!“, Ryan antwortete professionell und ruhig, er hatte definitiv eine militärische Ausbildung.

Wir wollen in das Forschungscamp, was hier eingerichtet werden sollte!“, Benny rückte als erster mit unserem Ziel heraus.

Das könnt ihr vergessen, diese Krankheit hat fast alles ausgelöscht und das in 4 Stunden, keiner hat eine Ahnung wie das so schnell passieren konnte und ich mache euch keine Hoffnung, dass das Camp noch existiert!“, Ryan hatte anscheinend viel mehr mitbekommen als wir selbst.

Genug gequatscht! Die Würmer müssen das nicht wissen, wenn wir sie hier lassen, machen sie es eh nicht lange!“, Schweinchen wurde sichtlich nervös.

Es ist ganz einfach! Wir hatten keine Zeit irgendwas zu packen oder uns vorzubereiten, ihr anscheinend schon! Da wir uns hier gerade so nett getroffen haben, möchte ich euch danken, dass ihr uns das Auto und die Vorräte so selbstlos überlasst!“, Der erste Mann lachte ein hustendes Lachen.

Das könnt ihr nicht machen! Was sollen wir denn machen?“, ich protestierte und neben dem Adrenalin, dass durch meinen Körper floss hatte ich nun auch noch das Gefühl, dass mein Blut kochte.

Wir können alles, ihr könnt euch ja nicht mal wehren!“, Schweinchen trat auf mich zu und rammte mir die AK in den Bauch. Ich sackte zusammen, für die Masse hatter er noch ganz schön Kraft.

Macht kein Scheiß, ihr habt verloren!“, Ryan hatte Recht.

Die Männer stellten uns mit dem Rücken gegen ein Toilettenhäuschen auf dem Rastplatz und sagten uns, sie würden uns töten sollten wir uns bewegen bevor sie weg sind. Sie gingen in Richtung Auto, Ryan und Schweinchen stiegen vorne ein, der erste Mann und der Professor hinten. Der Professor blickte häufiger zurück und ließ etwas fallen, bevor er die Tür zuzog, wir hatten es alle gesehen, er schien selbst nicht ganz freiwillig dabei zu sein.
Der Schlüssel steckte und die 4 Männer fuhren mit Auto, Vorräten und unseren Hoffnungen vom Rastplatz und verschwanden schon bald in der Ferne.

Nach 30 Sekunden absoluter Ruhe schlug Benny mit voller Wucht gegen das Klohaus. „So ne Scheiße! Was für Dreckssäcke! Was war das? Hätte ich nur irgendwas gehabt, die wären so tot gewesen! Mist! Drecks-Scheiß-verdammte-Hunde!

Er redete sich in Rage und ich ging in Richtung des Parkplatzes, auf dem unser Auto stand. Auf dem Boden lag ein Heftchen, nachdem ich es aufgehoben hatte, bemerkte ich, dass der Professor uns eine Karte fallen gelassen hatte. Ich ging zurück und Benny hatte sich mittlerweile beruhigt.

Wasn das?“, fragte er.

Karte“, antwortete ich kurz und knapp, wir standen alle unter Schock.

Das wars also mit dem Auto und unseren Plänen, lasst uns ruhig bleiben und einen Plan machen!“, Sascha blieb überraschend ruhig und konzentriert, vielleicht war er einfach zu geschockt.

Ich schlug die Karte auf und wir hockten uns um diese herum.

Hat einer eine Ahnung wo wir sind?“, fragte ich in die Runde.

Nein“ und „Nicht die leiseste“ kam zurück und wir beschlossen zunächst den Namen des Rastplatzes herauszufinden.

Wir standen auf und machten uns auf die Suche, kaum drei Schritte gegangen hörten wir eine weitere Stimme hinter uns und drehten uns um.

Vielleicht kann ich euch helfen“, eine weibliche Stimme sprach zu uns und als ich mich umdrehte war ich sprachlos, den anderen schien es ähnlich zu gehen.

Zu Teil 4

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