Hellion

Der Space-Survival-Titel Hellion ist letzten Freitag erschienen, und wir konnten nicht widerstehen, selbst einmal aus dem Kryoschlaf zu erwachen und um unser Überleben zu kämpfen. Es folgt unser Ersteindruck zu Hellion.

Gefangen in der Blechbüchse

Mit einem frischen Start wachen wir in unserer kleinen Raumstation auf und klettern aus der Kryokapsel. Erst einmal umsehen – überall gibt es Klappen, Boxen und Schaltflächen. Die Steuerung mit Schwerkraft ist ähnlich wie in DayZ, da kommen wir ganz gut rein. Wir fühlen uns eingeengt: Auch wenn die Basis schonmal etwas Raum zum bewegen bietet, wissen wir, dass jetzt gerade bereits unsere Lebenserhaltungssysteme für uns ackern, und das nicht ewig gut gehen kann. Wir finden die Raumanzüge versteckt hinter einer der Klappen und ziehen einen an, damit fühlen wir uns schon einmal etwas sicherer. Bloß wie kriegen wir das verdammte Visier hoch und das Jetpack angeschaltet? Nach einigem Herumprobieren finden wir heraus, dass das Visier mit X bedient wird und das Jetpack nur außerhalb der Basis aktiviert werden kann.

Noch in der Basis entdecken wir einen großen, roten Knopf mit der Aufschrift: „Schwerkraft ausschalten“ – wir sind neugierig und drücken drauf. Ein Fehler. Ohne Jetpack sind wir verloren in der Schwerelosigkeit und treiben hin und her (später erst erfahren wir, dass wir uns mit Shift an Wänden festhalten können). Wir stoßen uns ziellos von Wand zu Wand, von Decke zu Boden, drehen uns um die eigene Achse und verfluchen unsere Dummheit. Bis es uns schließlich gelingt, den Knopf wieder zu drücken und die Schwerkraft zu reaktivieren – und wir elegant zu Boden stürzen. So weit, so gut.

Der Umstieg

Die Basis verfügt über einige Ersatzteile und Stromversorgung, durch die sie wohl einige Zeit überstehen könnte, jedoch nicht auf ewig. Und so langsam werden wir klaustrophobisch hier. Wir schnappen uns also ein paar Teile und begeben uns zum Ausstieg. Da die Starter-Basis keine Luftschleuse besitzt, suchen wir zunächst vergebens nach einer Bedienung zum Luft-Abpumpen, nur um dann beim manuellen Öffnen der Tür zu vergessen uns festzuhalten und mitsamt unserer kostbaren Luft in die ewigen Weiten hinausgesogen zu werden.

Der weite Weltraum von Hellion
Was sich wohl für Abenteuer, Rohstoffe und Gefahren dort verbergen.

Sofort ergreift uns ein Gefühl der Beklommenheit. Wir sind zwar eingefleischte Spieler von Open-World-Survivals, doch bei diesen hatten wir zumindest immer festen Boden unter den Füßen. In jede Richtung geht es hier ewig weit hinaus, wir driften von unserer Basis weg, und die First-Person-Kamera macht uns die Orientierung im unendlich weiten Raum nicht einfacher. Gottseidank hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits herausgefunden, wie das Jetpack startet, sodass wir unter starkem Energieaufwand zurück zur Basis fliegen. Eigentlich sollte sich hier direkt ein Raumschiff befinden… wir blicken uns etwas um und erkennen weit über uns ein paar kleine Lichter. Wir fassen uns ein Herz und treiben in diese Richtung. Die Sauerstoff- und Energiereserven des Anzug lassen bereits nach.

Es ist tatsächlich eines der Raumschiffe, bei dem wir schlussendlich ankommen. Nachdem wir es dreimal umkreist haben, um eine Einstiegsmöglichkeit zu finden, entscheiden wir uns für die offensichtlich beleuchtete Luke. Diese verfügt wenigstens über eine Luftschleuse, bei der wir zunächst die Luft im Inneren abpumpen müssen, während uns draußen dieselbe ebenfalls langsam ausgeht. Sehr knapp gelingt es uns, die Türen hinter uns zu schließen und den Druckausgleich herzustellen, bevor wir das Visier hochfahren und wieder „frische“ Luft schnappen.

Die menschenfeindliche Umgebung in Hellion sowie der ständige Druck durch das Verbrauchen von Ressourcen treiben uns an. Wir können es kaum erwarten zu erleben, wie schnell solche simplen Manöver wie der beschriebene Wechsel zwischen Station und Schiff für uns tatsächlich zum „Alltag“ werden können. Wie es von hier aus weitergeht, erfahrt ihr in unserem Guide zum Reisen mit Warp-Antrieb.

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