Hellion Raumstation

Hellion ist das ehrgeizige Projekt eines Weltraum-Survival Games aus dem kleinen Indie-Studio Zero Gravity. In der Umlaufbahn von Gasriesen sucht ihr nach Rohstoffen und baut eure Basis aus. Kann dieser Titel eine Survival-Alternative zu großen Konkurrenten wie Star Citizen bieten?

Alle Infos zum Titel

Da Hellion im offenen Weltraum handelt, beginnt ihr nicht nur mit einer kleinen Station, sondern auch einem Raumschiff zur Fortbewegung. Ihr bewegt euch zu jeder Zeit in First Person-Sicht eures Charakters, sei es beim Erkunden eurer Station, beim Fliegen eures Raumschiffes oder bei Außeneinsätzen im Raumanzug. Der Titel ist in seinen physikalischen Gegebenheiten sehr realistisch gehalten – ihr müsst manuell Luftschleusen schließen, euren Raumanzug je nach Begebenheiten wechseln und sehr viel Mikromanagement betreiben, um eure Station oder das Raumschiff am Laufen zu halten.

Mit 900 Millionen km² Fläche bietet Hellion eine einzigartig große Spielfläche, die aber natürlich zu großen Teilen aus leerem Raum besteht. Dass dieses ganze System auf der Unity-Engine basiert, überraschte selbst die Entwickler der Engine. Dennoch könnt ihr euch schnell bewegen, indem ihr mit dem Langstreckenscanner Ziele im System erfasst und euch mit Warp-Antrieb zu den Koordinaten bewegen. Doch vorsicht – erst, wenn ihr eine ausreichende Nähe zum Objekt habt, könnt ihr über den Kurzstrecken-Scanner erkennen, worum es sich hierbei wirklich handelt.

Zu eurer Versorgung und der eures Schiffes, werdet ihr diverse Gase zur Sauerstoff-Versorgung sowie Erze zum Craften sammeln. Der Ausbau eurer Basis geschieht modular – so könnt ihr Kryo-Kammern, Lebenserhaltungssysteme, Gänge und einige weitere Elemente finden, aus denen ihr eure Basis frei erweitern könnt.

Im Kerngame soll der Titel sowohl PvP-, als auch PvE-Aspekte enthalten. So sollen pro Server 100 Spieler miteinander interagieren können, sei es freundlich durch Handel oder eben durch gewalttätige Auseinandersetzungen. Man kann gemeinsam eine große Basis bauen oder ein gewaltiges Schiff steuern. Als Einzelkämpfer könnt ihr aber ebenso bestehen und Spieler überfallen oder friedlich vor euch hin farmen.

Auf der PvE-Seite soll es eine ganze Story zu entdecken geben. Denn die Ereignisse finden 200 Jahre in der Zukunft statt, wo ihr in eurer Kryokammer einschlaft, aber nicht wie geplant wieder erwacht – sondern erst, als sich eure Energiereserven dem Ende zuneigen. Doch als ihr aus dem Fenster blickt, findet ihr euch in einer verwüsteten Umgebung wieder. Was genau sich in all diesen Jahren ereignet hat, könnt ihr durch Hinweise rekonstruieren, die überall im System verteilt sind.

Hellion selbst angespielt

Wir haben die Chance bekommen, Hellion selbst einmal anzuspielen. Bei der Version hat es sich um eine interne Pre-Alpha-Version gehandelt und viele Features waren noch nicht eingebunden. Was wir jedoch testen konnten, war die Bewegungssteuerung mit und ohne Zero-Gravity. Mithilfe eines Jetpacks und eines Raumanzugs können wir frei im All herum fliegen. Das Schwierige hierbei ist jedoch, dass man wahnsinnig schnell abdriftet, wenn man zu viel Schub gibt. Ist der Jetpack aufgebraucht und man driftet weiter im All, ist man so gut wie verloren, Vorsicht ist also geboten! Ähnlich lässt sich das Raumschiff steuern und auch hier müssen wir achtsam mit den Schubdüsen umgehen.

Wir finden die Steuerung sehr gelungen und hatten in den Tiefen des Weltalls unseren Spaß.

Die Entwickler im Interview

Im Rahmen der gamescom haben wir mit zwei Entwicklern von Zero Gravity über die Zukunft ihres Titels gesprochen. Noch befindet sich Hellion in der Entwicklung, die Early-Access Phase ist für Januar 2017 geplant.

Zero Gravity als Studio setzt sich aus einer Gruppe von 30 Entwicklern zusammen. Diese haben sich unter anderem in Spielen wie DayZ kennengelernt. Gemeinsam setzen sie nun ihre Vision eines Space-Survival Games um – ein Vorhaben, das in solchen Ausmaßen meisten von hunderten Mitarbeitern in Angriff genommen werden würde. Doch dem Studio mangelt es vor allem an finanziellen Mitteln. Nachdem sie zunächst einen Investor gefunden haben, wird das Geld noch für den Start der Early-Access Phase ausreichen. Deren Erfolg wird schließlich darüber entscheiden, ob der Titel fertiggestellt wird oder doch nur ein großer Traum bleibt.

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