In den letzten Jahren erschienen zunehmend Titel mit einem eigenen Ingame-Shop, in dem mit Echtgeld eingekauft werden kann. Bei diesen Spielen stellt sich immer die Frage: Handelt es sich hierbei um Abzocke oder ein gutes, alternatives Geschäftskonzept? Wir haben uns die Ingame-Shops der Daybreak-Titel H1Z1: Just Survive und H1Z1: King of the Kill einmal genauer angeschaut.

Länger Überleben mit Ingame-Käufen?

Im Shop gibt es eine Vielzahl von Items zu erwerben, darunter Event-Tickets, Airdrops, Crate-Keys und die Ingame-Währung Daybreak Cash. Event-Tickets erlauben euch Zugang zu bestimmten Event-Servern. Der Preis für ein solches Tickets – und damit für eine einmalige Teilnahme an einem Event – beträgt ca. einen Euro.

Airdrops sind Item-Pakete, die ihr euch im Spiel per Flugzeug anliefern lassen könnt. Diese werden öfters für ihre Pay-to-Win-Ambitionen kritisiert. Dabei ist jedoch nicht zu verachten, dass andere Spieler diese ebenfalls sehen und sie euch streitig machen können. Dementsprechend kann der „gekaufte Vorteil“ auch extrem schnell wieder verloren gehen. Die Crates, die ihr im Spiel finden und gewinnen könnt, lassen sich nur durch Schlüssel öffnen, die es im Shop zu kaufen gibt.

Die Ingame-Währung namens Daybreak Cash dient zum Kauf all dieser Items. Sie lässt sich in verschiedenen Paketen kaufen. Das Angebot reicht hier von 5 bis 85 Euro-Paketen.

H1Z1: King of the Skins

In H1Z1: King of the Kill ist das Wirtschaftssystem etwas komplizierter. Grundsätzlich gibt es drei Ressourcen: Crowns, Skulls und Credits. Crowns ersetzen seit Kurzem ausschließlich im Battle-Royale-Ableger die hauseigene Daybreak-Währung. Mit diesen könnt ihr Skin-Crates kaufen und öffnen – Schlüssel benötigt ihr keine.

Skulls können durch das Bounty-System erworben werden. Hier setzt ihr Credits auf eure Plazierung im nächsten Match. Mit den gewonnenen Skulls könnt ihr im Shop Skins kaufen. Credits gewinnt ihr durch gute Plazierungen in den einzelnen Spielrunden.

Die unterschiedlichen Crate-Serien bieten euch inzwischen über 100 verschiedene Skins. Um dennoch die Gefahr doppelter Items zu vermeiden, wurde der „Schrottplatz“ implementiert: Hier könnt ihr euch aus mehreren Skins zufällig neue erstellen lassen.

Fair oder Abzocke?

Beginnen wir mit H1Z1: Just Survive. Alleine die schiere Anzahl an Skins ist hier schon verwunderlich. Und ziehen wir in Betracht, dass Airdrops auch auf leeren Servern eingesetzt werden, können wir dieses Feature auch unter Pay to Win verbuchen.

In H1Z1: King of the Kill führte der Wechsel von Daybreak Cash zu Crowns dazu, dass einmal ausgegebenes Echtgeld auch nur noch in den Battle-Royale-Titel investiert werden kann. Das höchst komplizierte Bounty-System, in dem die Spieler glücksspielähnlich wetten müssen, um an die nächsthöhere Währung zu gelangen, kommt bei genauerer Betrachtung ebenfalls nicht gut weg. Dies alles existiert bereits im Spiel, obwohl es sich immer noch in der Early Access befindet.

Beide Titel weisen mittlerweile eine hohe Anzahl von Skins und anderen Wegen auf, euer Geld wegzuschnappen. Setzen wir diese Anzahl einmal in Vergleich zu anderen Titeln, wird schnell klar, wenige Spiele sind so auf Gewinn optimiert. Betrachten wir auf der anderen Seite auch noch die massiven Verzögerungen von spielrelevanten Inhalten, müssen wir die Priorisierung von Daybreak in der Entwicklung deutlich hinterfragen.

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