Das polnische Indie-Studio creepy jar hat am 29. August Green Hell im Early Access auf Steam veröffentlicht. Die ehemaligen Techland-Entwickler (bekannt für Dying Light) haben damit das erste Spiel ihres eigenen Studios der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Thematisch geht es diesmal um einen Single-Player-Survival-Simulator, der im Regenwald des Amazonas angesiedelt ist.

Mia und Jack: Ein Pärchen auf Forschungsreise

Grundsätzlich wird das Spiel – ähnlich wie The Long Dark oder This War Of Minein einer Story- und einer Survival-Variante spielbar sein. Die Early-Access-Phase fokussiert zunächst auf den Survival-Modus, in dem es einfach nur darum geht, möglichst lange in der grünen Hölle zu überleben. Erste Challenges sind ebenfalls implementiert. Hier geht es beispielsweise darum, ein Floß zu bauen und auszurüsten, mit dem ihr entkommen könnt.  Aber auch das Tutorial ist in der Early-Access-Version bereits enthalten. Und das gewährt einen kurzen Blick auf den Start der Story-Version.

Green Hell: Jack mit Mia am Lagerfeuer
Green Hell: Jack mit Mia am Lagerfeuer

Mia und Jack sind zwei Wissenschaftler, die im Amazonas indigene Völker erforschen. Es ist ihre zweite Forschungsreise in das Gebiet, in dem sie bereits Kontakt mit einem Dorf aufgenommen haben. Sie haben ein Basislager aufgeschlagen, von dem aus Mia als Sprachexpertin in das Dorf der Yabahuaca aufbricht. Kontakt halten sie über ein Funkgerät. Die Sprachausgabe im Spiel ist Englisch. Texte und Untertitel können aber auch in deutscher Sprache eingeblendet werden.

Während Jack im Lager bleibt und die fehlenden Vorräte ergänzt und Pflanzen kartiert, lebt Mia mehrere Tage bei den Dorfbewohnern, um deren Vertrauen zu gewinnen. Da der Stamm Technik sehr kritisch gegenübersteht, nutzen sie das Funkgerät so gut wie nie – bis eines Nachts plötzlich ein Notruf von Mia kommt. Damit endet das Tutorial.

Der Green Hell Survival Modus: Wie The Forest in richtig schwer

Nach dem Tutorial landet ihr ohne jede Ausrüstung im Survival Modus. Ihr startet irgendwo auf der Map und müsst euch alle Werkzeuge selbst craften. Das Crafting System funktioniert ähnlich wie das von The Forest: Auf einer Crafting-Matte könnt ihr verschiedene Items zu Werkzeugen, Waffen oder Heil-Items zusammenfügen. Dazu müsst ihr aber das passende Rezept kennen. Größere Strukturen wie Unterstände oder Feuer baut ihr aus dem Handbuch. Sie werden dann grafisch durchscheinend in der Welt platziert. Anschließend müsst ihr die benötigten Ressourcen herbeischaffen und die durchscheinenden Elemente durch echte Items ersetzen. Sobald ihr alles zusammen habt, ist die Struktur fertig gebaut.

Green Hell: Mit den richtigen Waffen könnt ihr Tiere jagen. Die sind wichtige Protein-Lieferanten.
Mit den richtigen Waffen könnt ihr Tiere jagen. Die sind wichtige Protein-Lieferanten.

Eine Besonderheit in Green Hell ist der Rucksack. Darin könnt ihr theoretisch insgesamt 50 Kilo transportieren. Der zweite limitierende Faktor ist der physische Platz. Jedes Item braucht Stauraum in einem der Fächer des Rucksacks: Holz ist oben drauf befestigt, Seile hängen von Schlaufen herunter. Lebensmittel, Crafting-Zutaten, Werkzeuge und Feuer-Utensilien haben jeweils ihre eigenen Abteile im Rucksack. Und ihr könnt da nur eine bestimmte Menge jedes Items stapeln. Wer also gut in Tetris ist, kommt auch hier auf seine Kosten beim Arrangieren des Materials.

Green Hell: Rucksack und Crafting-Tuch.
Green Hell: Rucksack und Crafting-Tuch. Wenn das jeweilige Fach voll ist, ist es voll, selbst, wenn ihr noch mehr Kilogramm schleppen könnten.

Während ihr Ressourcen sammelt und verstaut, gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu sterben:

  • Wer keine Steine findet, um sich Waffen zu bauen, hat wenig Chancen zu überleben.
  • Wer keine Heilpflanzen zum Herstellen von Bandagen findet, stirbt beim ersten Kratzer an einer vereiterten Wunde.
  • Wer einem Jaguar über den Weg läuft, bevor er vernünftige Waffen hat, wird vermutlich so schwer verletzt, dass er daran umkommt.

Und dann wären da die ganzen kleinen fiesen und ekligen Parasiten: Blutegel saugen sich an euch fest, Würmer nisten unter der Haut und ihr müsst sie mit einer Nadel herauspulen. Ab und an befällt euch außerdem ein fieser Ausschlag. All das tötet nicht sofort, sondern zieht dem Körper langsam Energie ab. Physisch wie psychisch.

Dem Wahnsinn verfallen in der Grünen Hölle

Wenn ihr in Green Hell zu viel geistige Gesundheit einbüßt, werdet ihr wahnsinnig. Zuerst hört ihr nur Stimmen. Dann gesellen sich Halluzinationen dazu. Auch solche die aussehen wie Krieger, die euch angreifen. Ihr müsst gegen sie kämpfen, bis sie sich in roten Rauch auflösen. Am Ende steht der komplette Wahnsinn, der euch das Leben kostet.

Geistige Gesundheit verliert ihr beispielsweise, wenn ihr einen ekligen Parasit am oder im Körper tragt und nichts dagegen unternehmt. Auch wenn ihr Menschenfleisch, unappetitliche Maden esst oder euch ähnlich unmenschlich verhaltet, sinkt der Wert. Warme Mahlzeiten hingegen und das Ausruhen am Feuer steigern eure geistige Gesundheit.

Green Hell: Nur im Notfall zu empfehlen, bevor der Proteinmangel euch umbringt: Maden essen - das kostet euch geistige Gesundheit.
Nur im Notfall zu empfehlen, bevor der Proteinmangel euch umbringt: Maden essen – das kostet euch geistige Gesundheit.

Wird der Early Access noch in 2018 beendet?

Laut FAQ ist ein Release für Ende 2018 geplant. Das wäre eine vergleichsweise kurze Early-Access-Phase. Der erste Eindruck ist, dass das Spiel schon ziemlich flüssig läuft und nicht viele offensichtliche oder gravierende Bugs hat. Es gibt zum Release ein paar kleine Grafik-Fehler und vielleicht ist noch der letzte Schliff am Balancing nötig. Aber genau für diese Feinabstimmung ist eine Early-Access-Phase ja da.

Wenn ihr mithelfen wollt: Hier ist das Forum für Bug Reports.

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