Green-Hell-Coop-Test

Am 07. April hat das polnische Entwicklerstudio Creepy Jar sein Urwald-Survival-Spiel Green Hell mit einem Coop-Modus ausgestattet. Zeit genug, um diesen ausführlich zu nutzen und einige Erfahrungen zu sammeln.

Seit dem Early-Access-Release von Green Hell am 29. August 2018 wünschen sich Fans einen Coop-Modus. Jetzt ist er endlich da, am 07. April ging das Coop-Update online. Unser Autor Alex hat den Coop-Modus getestet und schildert dir seine Erfahrungen.

Wie nutze ich den Coop-Modus in Green Hell?

So startest du: Im Hauptmenü des Spiels gibt es den neuen Menüpunkt „Mehrspieler“. Wählst du ihn aus, kannst du wie im ganz normalen Überlebens-Modus einen Schwierigkeitsgrad einstellen und ein Spiel hosten.

Beitreten können dir je nach Einstellungen eingeladene Personen, Freunde generell oder auch einfach fremde Steam-Nutzer. Mit bis zu drei Mitspielern kannst du dann den Dschungel erkunden.

Dabei ist dein Rechner als Host freigeschaltet und alle Speicherstände dieser Partie werden bei dir abgespeichert.

So spielt sich der Anfang

Green Hell Start
Ein schlechter Start – verloren im Dschungel

Zu Beginn einer Partie starten alle Spieler gemeinsam an einem zufälligen Ort im Dschungel. Gerade für Green Hell Neulinge, die noch nie durch diesen Dschungel gelaufen sind, kann das eine große Herausforderung darstellen, da die Spawn Locations nicht immer gut gewählt sind und selten in der Nähe markanter Orientierungspunkte liegen. Außerdem startet man ohne Map, welche erst gefunden werden muss.

Gemeinsames Überleben als echt(e) (spaßige)  Herausforderung

Insgesamt macht es wirklich Spaß, in der Gruppe unterwegs zu sein.  Zwar beschränkt Green Hell die Interaktion mit den anderen Spielern auf gegenseitiges „Blutegel-Pflücken“, aber auch sonst bietet Teamwork große Vorteile – gerade in zeitlicher Hinsicht.

Das macht Spaß: War man früher mehrere Stunden mit Jagen und dem Sammeln von Nüssen beschäftigt, musste man alleine das Feuer in Gang halten, bauen, kochen, … und schlief schon mittags vor Erschöpfung wieder ein, kann man das jetzt etwas besser managen: Ich gehe jagen, Spieler 2 schürft Erz in der Mine, während Spieler 3 das Lager ausbaut und das Feuer am Leben erhält.

Auch der Schlaf, der uns früher bald die Hälfte der Gesundheit entzogen hat und uns verhungern ließ, stellt im neuen Coop-Modus kein Problem mehr dar. Um das Problem der Zeitinkonsistenz zu lösen, lässt uns Green Hell nun auch ein paar Realtime-Sekunden schlafen, verzichtet aber auf den Zeitraffer in der Ingame-Zeit. Ist man müde, legt man sich also für ein paar Sekunden aufs Ohr und ist wieder topfit, ohne währenddessen zu verhungern.

Mehr zum Thema:
Green Hell - Guide mit Überlebens-Tipps für Amazonas-Reisende

Möchte man unbedingt ein wenig vorspulen, reicht es aus, dass sich alle Mitspieler gleichzeitig schlafen legen. Dann ist der Zeitraffer wieder aktiv.

Das ist die Herausforderung: Die Probleme, die in Gruppen auftreten, sind wohl offensichtlich:

  • Ist man zu viert unterwegs, wollen auch vier Leute etwas essen
  • Die Base muss Platz für vier bieten
  • Seltene Pflanzen müssen ebenfalls durch vier geteilt werden

Liegt die eigene Base nun an einer ziemlich eingeengten Gegend, die es kaum schafft, einen Spieler zu ernähren, wird das zu einem echten Problem.

Green Hell Kokosnuesse
Kokosnüsse zum Wassersammeln – Früher hätten da auch weniger gereicht

Horrorszenario Todesroulette

Die größte Schwierigkeit im neuen Coop-Modus ist ganz klar der Tod.

Stirbt man, ist das an sich eigentlich kein großes Problem. Man respawnt am letzten benutzten Bett und verliert sein Inventar, das am Todesort liegenbleibt. Soweit so gut, aber jeder Spieler verliert beim Tod eines Kameraden die Hälfte seiner geistigen Gesundheit.

Das ist das Todesroulette: Spieler 1 stirbt, dadurch sinkt die geistige Gesundheit von 2 so weit, dass er stirbt, dadurch… Spieler 3… und immer so weiter.
Ist man erst einmal in diesem Kreislauf gefangen, bleibt oft leider keine andere Möglichkeit, als das Spiel neu zu laden.

Technische Schwierigkeiten

Zwar läuft Green Hell im Multiplayer recht flüssig und ohne erwähnenswerte Hänger, jedoch kommt es alle paar Minuten zu kleineren Bugs oder Synchronisationsfehlern. Mal kann man keinen Bogen mehr benutzen, mal ist eine Waffe unsichtbar, mal verschwindet etwas gedropptes im Boden und mal kämpfen die Freunde mit Eingeborenen, die in unserer Welt gar nicht existieren.

Trotzdem beeinträchtigen diese Fehler nur kaum das Spielerlebnis. Dennoch ist zu erwarten, dass Creepy Jar in nächster Zeit einige Bugfixes nachliefern wird.

Fazit

Insgesamt kann man den neuen Coop-Modus trotz kleinerer Fehler nur wärmstens empfehlen. Man fühlt sich ein wenig an die frühen Tage von ARK: Survival Evolved erinnert, in denen das Spiel selbst noch klein war und mit andauernden Bugs zu kämpfen hatte, jedoch schon richtigen Survival-Spaß bot.

Aber: Jedem, der sich allerdings für das Spiel mit Freunden entscheidet, ohne erst die Story durchgespielt zu haben, muss ganz klar gesagt werden: Ihr verpasst eine Menge. Ohne die beklemmende Einsamkeit des Dschungels und ohne das alleinige Experimentieren mit dem Crafting, werdet ihr nie das wirkliche Green Hell-Feeling erfahren.

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