The-Long-Dark-spruehfarbe

Mit „Furchtloser Navigator“ hat Hinterland Studio ein Survival-Update für The Long Dark veröffentlicht. Wenn du gern deine Spuren in der Landschaft hinterlassen möchtest, kommst du hier voll auf deine Kosten. Die Entwickler haben das Karten-Tool aufgebohrt. Und du kannst Vorräte jetzt auch in unwegsamem Gelände sicher einlagern.

Wie angekündigt haben die Entwickler ein Update zu The Long Dark veröffentlicht. Damit erweitern sie den Überlebens-Modus um neue Funktionen, bevor – voraussichtlich noch dieses Jahr – Episode vier veröffentlicht wird.

Karten und Orientierung in The Long Dark

Das ist passiert: In den Bereichen Karten und Orientierung verändert das Update am meisten. Daher hier ein Blick in die Vergangenheit: Zu Beginn gab es keine Möglichkeit, eine Ingame-Karte zu erstellen oder zu finden. Navigation funktioniert über Geländemerkmale: Die Bahnlinie, der See, der Aussichtsturm auf dem Hügel. Eine echte Herausforderung für Navi-verwöhnte Spieler. Aber in der Welt von The Long Dark funktionieren Karten-Apps auf dem Handy nicht. Auch andere elektronische Navigationshilfen wie GPS sind zerstört oder ausgefallen.

Bald schon tauchten in der Community handgezeichnete Maps auf. Erst einfache Skizzen, dann professionellere Karten mit Koordinaten. Besonders hervorheben möchte ich die von @whiteberry und @straywolf (beide via twitter). Ihre Maps habe ich in diversen Livestreams übersetzt. Damit hat jetzt auch die deutschsprachige Community die passenden Ortsbezeichnungen in den Karten von The Long Dark (via KlabauterMannLP).

Der Whiteberry-Stil: Karten, erstellt mit der Software Inkscape, als es noch keine Ingame-Karte gab.
Der Whiteberry-Stil: Karten, erstellt mit der Software Inkscape, als es noch keine Ingame-Karte gab.

Das ist die Lösung von The Long Dark: Trotz des offensichtlichen Interesses in der Spielerschaft an Navigationshilfen, rät Hinterland Studio gerade neuen Spielern davon ab, diese Karten zu nutzen. Immerhin beraubst du dich so einer zentralen Spielerfahrung: Alleine überleben müssen, ohne jemanden, der dir sagt, wie das geht und wo du bist. Erst kurz vor dem Full Release haben die Entwickler eine Map-Funktion integriert. Du kannst dir mit Holzkohle eine eigene Karte der Region zeichnen. Dafür musst du im Freien Zeit aufwenden und Holzkohle dabei haben. Um deine Position herum zeichnest du dann eine Ingame-Map. In der findest du sowohl Geländemerkmale als auch Ressourcen wieder.

Mehr zum Thema:
The Long Dark - Letztes EA-Update "FAITHFUL CARTOGRAPHER"

Furchtloser Navigator Update: Was ist neu?

Die Welt von The Long Dark ist mittlerweile über 50 Quadratkilometer groß. Größer als die gesamte Skyrim-Welt. Daher haben die Entwickler ins Furchtloser Navigator Update weitere Möglichkeiten eingebaut, sich in der Welt zurechtzufinden.

Die findest du jetzt an verschiedenen Orten. Du kannst sie verwenden, um ingame Markierungen zu hinterlassen: Hier lang! Achtung Gefahr! Hier lagert Kleidung. Du kannst – und musst – also nicht freihändig arbeiten. Verwende die vorgegebenen Icons einfach wie eine Schablone. Folgende Symbole gibt es aktuell:

Furchtloser Navigator: Symbole, die du ingame mit Sprühfarbe auf Flächen hinterlassen kannst.
Furchtloser Navigator: Symbole, die du ingame mit Sprühfarbe auf Flächen hinterlassen kannst.

In diesem Update halten die Markierungen ewig. Raphael van Lierop, der Creative Director von Hinterland Studio hat aber schon ein Verblassen angekündigt. Das Team arbeitet an einem System, das die Sprüh-Markierungen langsam verfallen lässt. Das soll aber über „hunderte von Spieltage“ dauern.

So erweitern die Markierungen die Map: Diese gesprühten Symbole werden automatisch auf deiner Holzkohle-Map eingetragen. Außerdem hast du jetzt die Möglichkeit zu filtern, was auf der Map angezeigt wird. Gebäude, Kadaver, natürliche Ressourcen, Sprüh-Markierungen. Du kannst entscheiden, welche Informationen du ein- und ausblenden willst. Dasselbe gilt auch für die neu implementierten Steinhaufen.

Dafür sind die Steinhaufen gut: In der Wildnis kannst du – etwa entlang deiner bevorzugten Wegstrecken – Steinhaufen auftürmen. Sie dienen als künstliche Orientierungspunkte, die du dir setzen kannst. Außerdem kannst du hier alles an Material und Vorräten einlagern, was du in Notsituationen vielleicht brauchst. Pro Region kannst du bis zu fünf dieser Steinhaufen bauen.

Furchtloser Navigator: Diese Steinhaufen sind künstliche Orientierungspunkte, die du in der Welt von The Long Dark anlegen kannst. In ihrem Inneren kannst du Notfall-Vorräte lagern.
Diese Steinhaufen sind künstliche Orientierungspunkte, die du in der Welt von The Long Dark anlegen kannst. In ihrem Inneren kannst du Notfall-Vorräte lagern.

Nicht nur die fertige Map kannst du mit den Filtern besser nutzen. Auch das Erstellen der Karte ist effizienter und intelligenter gelöst. In der ersten Version hast du einen immer gleich großen Radius um deine Position herum mit Holzkohle skizziert. Dieser Radius erhöht sich jetzt, wenn du auf einer Anhöhe stehst und weiter blicken kannst als im Tal. Es geht aber noch besser.

Das sind die Aussichtspunkte: In der Welt verteilt findest du alte Polaroid Fotos von Aussichtspunkten. Wenn du von dort aus mit Holzkohle kartierst, wird ein großer Teil der jeweiligen Map aufgedeckt. Je Region gibt es ein Polaroid Foto – und das ist nicht immer am gleichen Ort versteckt.

Fearless Cartographer: Panorama Polaroids - Von hier aus überblickst du fast die gesamte Region und kannst deine Karte spielend leicht ergänzen.
Panorama Polaroids: Von hier aus überblickst du fast die gesamte Region und kannst deine Karte spielend leicht ergänzen.

Das ist das Tagebuch: In einem Tagebuch findest du ab jetzt eine Liste der Orte im Spiel. Die sind zuerst verdeckt. Sobald du einen Ort besucht hast, wird er im Tagebuch aufgedeckt. So behältst du einen Überblick, ob du schon alles in einer Region entdeckt hast. Und du kannst dir – oder einem Freund – konkretere Aufgaben als individuelle Challenge Stellen. Besuche vor Mitternacht fünf verschiedene Orte in der Map XY.

Auch für Spieler, die sich das „Faithful Cartographer Archivement“ erarbeiten wollen, ist diese Funktion sicher hilfreich. Für dieses Archivement musst du alle Orte, die einen Namen tragen, besuchen und mit Holzkohle kartieren – in allen Maps.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Community diese neuen Navigations-Hilfen annimmt und ob Hinterland Studio es in Zeiten von COVID19 schafft, Episode Vier noch dieses Jahr zu veröffentlichen.

Wir halten dich diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden.

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