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In diesem Artikel zur Escape From Tarkov Debatte zum Thema Frauen möchte ich mich nicht auf die Arbeit der gesamten Branche, sondern nur auf einige wenige Autoren und Werke beziehen. 

Vorwort: Ich möchte hier niemandes Meinung diffamieren und oder für falsch erklären. Später wirst du jedoch erkennen, warum ich diesen Artikel verfasst habe. Wir von Survivethis stehen natürlich hinter der Idee, Frauen in Tarkov als spielbare Charaktere einzufügen, wie der Diskurs jedoch aktuell läuft, stößt mir sauer auf.

Wo fing es an? Zunder: die Frauen

Battlestate Games, die Entwickler hinter Escape From Tarkov weigern sich derzeit aufgrund von hohem Aufwand und dem damit einhergehenden gesprengten Zeitplans, Frauen als Spielercharaktere zu implementieren. An dieser Stelle teilen sich die Meinungen bereits. Während die einen daran festhalten, dass dies die Entscheidung der Entwickler ist, nehmen sich andere diese Debatte zur Vorlage…

Eine Vorlage, um damit die Entwickler zu attackieren und die eigene Ansicht lauthals zu verkünden und als überlegen darzustellen. Im Allgemeinen ist es natürlich nicht verwerflich, als Journalist die eigene Meinung zu sagen. Wie so oft macht aber der Ton die Musik.

Rückgratlos: Im Artikel: ,,Keine Soldatinnen: Wo ist das Rückgrat der Entwickler?„, spricht die Autorin davon, dass der Großteil der Gamer, Escape From Tarkov nicht genießen kann, da es keine Frauen im Spiel gibt. Eine sehr gewagte Aussage ohne Beleg. Sie sagt außerdem, dass Leute, denen die Thematik egal ist, das schlichtweg nicht nachvollziehen können. Eine feste, gesunde Meinung, richtig?

Wäre da nicht der Artikel: ,,Temtem | Geschlechterwahl im Pokémon-Klon macht Spieler wütend“. In diesem Artikel berichtet die Autorin davon, dass sie es nicht verstehen kann, dass die Spieler nicht das Gameplay, sondern die Debatte um das Geschlecht in den Vordergrund stellen. Das, obwohl ihre erste Zwischenüberschrift im Tarkov-Beitrag verlauten lässt, dass sie es nicht spielt, weil es keine Frauen gibt.

Die Aussage des Entwicklers reicht nicht

Zu viel Arbeit: Aber ich gehe erst einmal auf einen weiteren Punkt ein, der schlichtweg von Unwissenheit zeugt. Die Autorin des Artikels kauft es Battlestate Games nicht ab, dass es zu viel Aufwand sei, Frauen in Tarkov einzuführen. Als schillernde Untermauerung für diese Aussage führt sie folgenden Tweet an:

Assassins Creed: Unity ist ein Action-Adventure, das im Koop spielbar ist. Jonathan Cooper hat absolut recht mit seiner Aussage, die gute Frau hinter dem Tarkov-Artikel jedoch nicht. Escape From Tarkov ist ein PvP-Taktik-Shooter mit ausgeklügeltem Medizin-System. Hätte sie das Spiel gespielt, wäre auch ihr schnell klar geworden, dass es sich um viel mehr Arbeit handelt, als Modelle und Animationen austauschen.

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Und überhaupt: Ubisoft Montreal, ein Studio mit 3.500 Mitarbeitern und Hunderten Millionen Dollar an Budget, mit dem 150 – 200 Angestellten kleinen Indie-Studio zu vergleichen ist vollkommen absurd.

Allesamt nur schlechte Ausreden?

In der Konklusion des besagten Escape From Tarkov Beitrags stechen vor allem Erwähnungen wie:

  • ,,Scheinargumente“
  • ,,(…)kein haltbares Argument.“
  • und: ,,(…) um den heißen Brei herum reden (…)“

Sowie die Unterstellung von Sexismus heraus. In meinen Augen ist das nicht nur offensichtlich schlecht recherchiert. Es zeigt vor allem, dass auch der Spielejournalismus nicht davor gefeit ist, der persönlichen Gefühlslage mehr Raum zu geben als Fakten. Leider beobachte ich das bei mehr als nur einem Beispiel.

Die Community steht, anders als von der Autorin behauptet, weiterhin hinter dem Entwickler und findet harsche Worte für das plötzliche Auftauchen von Interesse seitens Boulevard-ähnlicher Magazine.

Meine Meinung zur Debatte & Battlestate Games

Es ist schon sehr beachtlich, was Erfolg auslösen kann: Tarkov reitet den Hype-Zug und plötzlich besitzt jeder eine Meinung zum Spiel. Ungeachtet dessen, ob besagte Personen offensichtlich keine Berührungspunkte, außer eine für sie falschen Agenda, mit dem Produkt haben.

Frauen in Tarkov sind hoffentlich irgendwann ein Teil des Spiels. Jeder sollte die freie Wahl haben. Wie Youtuber Bigfry allerdings richtig sagt und womit ich übereinstimme: Das Spiel hat derzeitig ganz andere Probleme, die weitaus wichtiger sind, als die Charakterwahl. Ganz von der straffen Roadmap abzusehen. Am Ende hat der Entwickler das letzte Wort und zumindest dabei scheine ich mit besagter Autorin übereinzustimmen.

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