Empyrion - Galactic Survival

Der tägliche Überlebenskampf auf der Erde ist dir zu langweilig? Du findest Gronkhs Kreativ-Werkstatt (Minecraft) viel zu klotzig? Du hast Unmengen an Zeit, seit dich dein Freund oder deine Freundin verlassen hat? Dann findest du deine neuen besten Freunde vielleicht bei Eleon Game Studios, die im August 2015 Empyrion – Galactic Survival im Early-Access-Programm von Steam platzierten.

Empyrion ist ein Weltraumabenteuer mit Fokus auf Survival und Basebuilding, das sowohl in den derzeit noch endlichen Weiten des Alls als auch auf teils prozedural generierten Planeten stattfindet. Letztere könnten kaum unterschiedlicher sein: „Akua“ beispielsweise bietet mit Seite an Seite lebenden Ur-Aliens und Dinosauriern die idealen Rahmenbedingungen für verschwörungstheoretisches Brainstorming. „Aitis“ indes ballert jedem Besucher in bester Mustafar-Manier erst mal eine ordentliche Portion Lava um die Ohren. Diese teils extremen Umweltbedingungen sorgen natürlich auch dafür, dass sich überlebensnotwendige Rohstoffe über die gesamte Galaxie verteilen, die man fern des Singleplayer auch im kooperativen Modus zusammen mit Freunden erkunden kann. Der PvP-Modus erlaubt es Spielern zudem, die zerstörerischen Kräfte selbstgebauter Schiffe und Waffen untereinander zu messen.

Ich stürz` dann mal ab

Empyrion hat zwar eine Hintergrundstory, aber sie ist eben genau das: hintergründig. Die Probleme der fernen Zukunft – namentlich Überbevölkerung, globale Erwärmung und Resourcenknappheit – zwingen die Menschheit zu einem intergalaktischen Umzug. Die Route zum Paradies steht bereits fest, als der Hypersprung des „Umzugsunternehmens“ leider etwas in die Hose geht. Als Teil der verunglückten Schiffsflotte strandet der Spieler hart auf einem unbekannten Planeten der Andromeda-Galaxie. Hier bleibt ihm lediglich der Inhalt seiner Rettungskapsel. Der Schwierigkeitsgrad bestimmt, wie üppig dieser ausfällt.

Empyrion - Galactic Survival - Akua
Schön ist es auf Akua: Die überarbeitete Grafik der Version Alpha 4.0.2

Das Überleben beginnt damit, dass man einen sogenannten Konstruktor aus der Tasche zieht, dessen kleinste Ausgabe immer noch einen Getränkeautomaten überragt. Entsprechende Rohstoffe beziehungsweise Zutaten vorausgesetzt, kann der Konstruktor alles ausspucken, was das Gestrandetenherz begehrt. Dies umfasst unter anderem Nervennahrung, Sauerstoffstationen (die Startplaneten geizen glücklicherweise nicht mit Luft), Generatoren und verbaubare Stahlblöcke. Ein praktischer Planetenbohrer gehört zum Startkapital; genau wie ein seltsam klingendes, aber ausgesprochen nützliches Cyber-Motorrad.

Bauen ist Pflicht

Eleon war auch um rudimentäre RPG-Elemente nicht verlegen: Die meisten Aktionen bescheren dem Spieler XP-Punkte, mit denen er nach und nach neue Objekte im Technikbaum freischalten kann. So wird aus der ersten, improvisierten Basis mit der Zeit eine verteidigungsstarke Festung, die unter anderem über ein Texturierungswerkzeug recht muckelig gestaltet werden kann. Auch kann der Gestrandete mit der Zeit immer größere Raumschiffe bauen, was für die Erkundung der Galaxie unabdingbar ist. Denn nur mit einem Capital Vessel, also einem Großschiff, können andere Planeten besucht und schlussendlich „erobert“ werden. Bei allem geht Empyrion beachtlich ins Detail, wie eine jetzt schon gut 2000 Seiten starke Wiki eindrucksvoll beweist.

Wann kommts?

Die Beendigung der Early-Access-Phase ist noch lange nicht in Sicht, denn die To-Do-Liste der Entwickler ist lang. Ähnlich wie in No Man’s Sky soll es in der finalen Version nahtlose Übergänge zwischen Planeten und Weltraum geben; außerdem wird das Universum bis dahin beachtlich an Umfang gewonnen haben. Chance auf Realisierung haben ferner ein Missions- sowie ein „Karma“-System.

Über die Entwickler: Eleon Game Studios

Eleon hat sich vor etwa drei Jahren gegründet und ist somit ein relativ junges Indie-Studio – erwartungsgemäß handelt es sich bei Empyrion – Galactic Survival also auch um den Erstling des deutschen Teams. Dennoch sind die Jungs fachlich alles andere als frisch hinter den Ohren. Denn die meisten von ihnen können bereits auf 10 Jahre Erfahrung in Sachen professioneller Software- und Spieleentwicklung zurückblicken. Mit Eleon und Empyrion verhält es sich wie bei einer Vater-Kind-Beziehung, sodass die ordentliche Fertigstellung des Projekts wohl einer Selbstverständlichkeit gleichkommen dürfte.

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