Die Young Early Access Gameplay Survival Horror

Eine verwöhnte Göre mit Hang zum Extremen wird auf eine malerische Insel entführt. Von wem und zu welchem Zweck? Das bleibt vorerst im Dunkeln. Umso heller leuchtet uns die liebevoll gestaltete Spielwelt entgegen, doch der Eindruck trügt. Der Tod lauert hinter jedem sonnenbeschienenen Hügel auf uns.

Das Horror-Survivalgame Die Young vom italienischen Entwickler IndieGala präsentiert sich im Gewand der Unreal Engine 4 und möchte mit einer Mischung aus Spannung, Stealth und Klettern die Spielerschaft von sich überzeugen. Ob dabei der erste Eindruck stimmt, lest ihr jetzt.

Die Young – Survival-Horror trifft auf Free Climbing

Moment, haben die bei Survivethis sich jetzt beim Titel vertan? Nein, wir schreiben hier nicht über Dying Light. Zumindest nicht hauptsächlich. Denn eine gewisse Ähnlichkeit beim Bewegungs-Gameplay von Die Young lässt sich nicht leugnen. Doch fangen wir am Anfang an.

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Der Fremde führt uns zum vermeintlichen Urlaub auf die Insel.

Protagonistin Daphne erzählt in einem kurzen Intro von ihrem Leben auf der Überholspur der Gesellschaft. Immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, folgen sie und einige Freunde der Einladung eines ominösen Fremden. Doch anstelle des versprochenen Urlaubs am Strand wacht Daphne mit Kopfschmerzen und trockenem Hals in einem Loch auf. Soviel zur Vorgeschichte.

Schleichen, Laufen und Klettern wo andere Urlaub machen

Wir übernehmen die Kontrolle, als gerade ein Blatt Papier in das Erdloch segelt. Es ist eine handgezeichnete Karte, auf der unter anderem eine Wasserstelle gekennzeichnet ist. Aber erstmal aus diesem Grab entkommen. Zum Glück erkennen wir schnell, was das Spiel von uns möchte. Die weiß bemalten Kanten an der Mauer kennzeichnen die Stellen, an denen wir uns hochziehen können. Also beginnt die erste Klettertour in Die Young.

Einmal der Dunkelheit entstiegen, zeigt sich die Unreal Engine 4 von ihrer besten Seite. Die sonnige mediterrane Inselwelt ist liebevoll gestaltet und wirkt einladend auf unser Entdeckerherz. Nur mit einer leeren Karte, einer ausgeprägten Kletteraffinität und unserem messerscharfen Verstand bewaffnet müssen wir unser Überleben sicherstellen und einer Geschichte folgen, die uns quer über die rätselhafte Insel führt.

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Dieser Fleischberg im Henkerskostüm jagt hinter uns her.

Dabei begegnen wir dann auch sehr zeitig den finsteren Gesellen, die offenbar hinter unserer Entführung stecken – oder zumindest damit in Zusammenhang stehen. Die Gegner und ihre Hunde durchstreifen Bereiche der Insel und beginnen uns zu jagen, sobald sie uns erblicken. Dann müssen wir flüchten, irgendwie versuchen sie abzuhängen und uns zu verstecken. Dabei ist unsere begrenzte Ausdauer zu beachten – wenn wir nicht regelmäßig Atempausen einlegen, werden wir abrupt langsamer und somit zur leichten Beute. Entsprechend ist vernünftiges Haushalten mit unseren Energiereserven wichtiger Bestandteil des Gameplays.

Die Young schwächelt beim Sound

Wir folgen einer mysteriösen Story und müssen dabei immer wieder Charakteren zuhören – das würde uns leichter fallen, wenn die englischsprachige Vertonung glaubhafter gesprochen wäre. Auch am Soundbalancing allgemein sollte nachgebessert werden – für leichtfüßige Parkourläuferinnen eher untypisch stampft die zarte Daphne wie ein Sasquatch über die Wiesen. Die Musikuntermalung bei Ereignissen wirkt zudem völlig over-the-top und klingt, als sei sie einem 80er Jahre Arcade-Automaten entnommen. Die restlichen Soundeffekte gehen so in Ordnung und bis auf die Sprecher lässt sich das meiste sicherlich mit relativ geringem Aufwand wieder ausbügeln.

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Gebäude und Gemäuer laden zum Kraxeln ein.

Summa Summarum

Wie kann man unseren einstündigen Kurzurlaub mit Klettertour und Meet and Greet mit den freundlichen Einheimischen am besten zusammenfassen? Was drin ist, läuft weitgehend rund – aber was drin ist, ist uns noch nicht genug. Survival, ja – ein wenig Kampf gegen Hunger und Durst, der sich aber ob der fruchtbaren Inselwelt eher einfach gestaltet. Horror, naja – eher unfreiwillig ob der unglaubwürdigen Vertonung der Sprecher. Der Gameplay-Hybrid aus The Forest und Dying Light kann jedenfalls mit seiner malerischen Insel-Spielwelt bei uns punkten. Auch das Hüpfen von Vorsprung zu Vorsprung macht bisweilen Laune. Wenn die Entwickler beim Thema Sound noch etwas nacharbeiten sowie wie geplant viele weitere Quests über die Insel verteilen, kann am Ende ein hübscher Schuh daraus werden.

Der Horror-Survival-Titel Die Young ist seit Montag in der Steam Early Access. Aktuell könnt ihr das Game dort mit 10% Rabatt erwerben.

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