Death Stranding Titel

Hideo Kojimas neues Baby Death Stranding ist seit dem 8. November verfügbar. Während Plattformen wie IGN den Titel nur mit einem Score von 6.8 bewerten, ist unser Autor Marvin hellauf begeistert. Er sagt dir auch, warum!

Death Stranding hat mich jetzt bereits eine Woche lang gefesselt und fasziniert. Was den Titel von Hideo Kojima so besonders macht, dass verrate ich dir jetzt.

Was geht eigentlich wirklich ab? Lange Zeit war unklar, worum es in Death Stranding eigentlich geht. So waren auch die Spekulationen, dass es sich um einen Walking-Simulator handelt, nicht unberechtigt. In Death Stranding schlüpfst du in die Rolle von Sam Porter. Für die Organisation Bridges sollst du durch das zerrüttete Amerika ziehen, Pakete von A nach B bringen und die verbliebenen Bunkerstädte mit dem sogenannten Chiralen Netzwerk verbinden.

Einfacher gesagt als getan, denn durch den “Gestrandeten Tod”, eine große Katastrophe, wurden die Welten der Toten und Lebenden verbunden. Verstorbene geistern nun als GD’s durch die Welt und nehmen jeden mit in ihre Welt, den sie finden können. Doch dank der Bridge Babys (kurz BB’s) ist es Sam möglich, die Toten zu sehen und ihnen auszuweichen.

Wird man doch einmal entdeckt, kann man sich mit Granaten aus den eigenen Körperflüssigkeiten wehren und die GD’s töten. Das klingt ekliger als es ist. Wird man erwischt, bekommt man es mit einer in schwarze Flüssigkeit getränkte Kreatur zu tun. Ach ja und dann gibt es da noch den Zeitregen, der alles altern lässt, was er berührt. Neben den GD’s gibt es dann auch noch die MULE’s, eine feindliche Gruppe, die dir deine kostbare Fracht stehlen möchte. Das Überleben ist also gar nicht mal so einfach für Sam.

Death Stranding Main
Auf Sam Porter kommt in Death Stranding einiges zu.

Das klingt jetzt vermutlich alles etwas verrückt und durcheinander, doch wenn man genauer hinschaut und selber Hand anlegt, ist alles ziemlich schlüssig. Und wenn du denkst, dass du durch deinen Tod erlöst wirst, ist dem nicht so. Sam ist ein Wiederkehrer! Egal wie oft er “stirbt”, er kommt immer wieder.

DHL-Simulator oder clevere Spielmechanik? Auch wenn man Death Stranding auf den ersten Blick für eine Art “DHL-Simulator” halten mag, so steckt hinter dem Ausliefern der Pakete meiner Meinung nach eine geschickte Mechanik. Wenn du denkst, du kannst dich einfach auf eines der Fahrzeuge schwingen und durch die zerklüftete Landschaft düsen, dann hast du dich gewaltig getäuscht.

Death Stranding Pakete
Die Platzierung der Pakete ist wichtig, wenn du in der Welt unterwegs bist.

Ich gehe an jede Lieferung unterschiedlich heran. Zuerst schaue ich mir an, wie ich das Gepäck am Anzug oder auf einem praktikablen Lastenschweber platziere. Dann schnappe ich mir mindestens zwei Leitern, zusätzliche Ausrüstung und marschiere los. Doch nicht sofort querfeldein, sondern ich stecke mir vorher eine geeignete Route mit Markierungen ab und versuche dabei möglichst den feindlichen Gruppen von MULES und GD’s aus dem Weg zu gehen. Ist das Gelände einmal flach genug, nutze ich auch eines der Fahrzeuge. Das passiert aber eher seltener, da man leider sehr oft mit dem Motorrad an Felsen oder ähnlichem hängen bleibt. Man ist einfach besser zu Fuß dran und das Wandern macht tatsächlich auch mehr Spaß als ein Fahrzeug zu benutzen.

Und genau das ist es, was Death Stranding für mich so besonders macht. Die Vorbereitung und Planung für jede Expedition. Deswegen ist es auch sinnvoll, sich langfristig auf Lieferrouten zu konzentrieren und nicht jedes mal blindlings drauf loszumarschieren.

Death Stranding Frachtterminal
Du kannst deine Fracht beliebig anordnen, aber überlade dich nicht. Nutze einen Lastenschweber!

Der passive Onlinemodus: Eines der schönsten Elemente von Death Stranding ist der passive Onlinemodus. Doch was heißt das? Im Grunde bedeutet das, dass Spieler auf dem gleichen Server sich gegenseitig unterstützen können, indem Straßen, Brücken oder andere nützliche Objekte gemeinsam gebaut werden. Death Stranding erzeugt hier ein starkes Gemeinschaftsgefühl, auf Reddit gibt es unzählige Geschichten, wo Spieler gemeinsam die Straßen einer Region erneuern, damit andere besser zurechtkommen. Du kannst auch Leitern, Kletterseile und vor allem Warnschilder von anderen Spielern sehen, was in vielen Situationen äußerst hilfreich ist.

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Umgekehrt können natürlich auch andere Spieler deine Ausrüstung benutzen, die du platziert hast und dir ebenfalls bei der Konstruktion von Brücken, Straßen und anderen helfen.

Werbung im Spiel: Selten haben Spiele offene Werbung eingebaut, doch bei Death Stranding setzen die Entwickler neue und sehr lustige Maßstäbe. So findet man neben den Monster Energy Dosen in den Privaten Räumen auch ein weiteres Werbung-Easter-Egg. Wenn Sam auf die Toilette geht, erscheint ein Banner als Sichtschutz. Und was ist darauf zu sehen? Nichts weniger als die Werbung für “Ride” eine Motorradsendung von Norman Reedus (alias Sam Porter im Spiel), welche der Schauspieler zusammen mit dem Sender AMC (The Walking Dead) produziert.

Death Stranding Monster Energy
Monster Energy Werbung in den Privaten Räumen von Death Stranding.

Der Kojima-Hype: Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Hype und die Faszination um die Person von Hideo Kojima nicht verstehen kann. Aus meiner Sicht ist er etwas zu arrogant, was seinen Legenden-Status angeht. Ich kenne kein anderes Spiel, bei dem der Name des Ideengebers direkt mit auf die Vorderseite der Verpackung gedruckt wurde. “A Hideo Kojima Game”, klingt als hätte er Death Stranding ganz alleine gemacht. Auch in Interviews gibt es immer wieder Phrasen wie: “Ich mache meine Spiele…”, “Wenn ich meine Spiele Designe…” und viele mehr.

Hideo Kojima hat hunderte Leute in seiner Firma unter sich, die alle an der Entwicklung beteiligt waren, auch Guerilla Games (Horizon Zero Dawn) haben die Entwicklung von Kojima’s Baby unterstützt. Wo bleibt die gebührende Anerkennung von der Community? Kein AAA Spiel wird heutzutage nur von einer Person konzipiert, auch wenn diese Person die ursprüngliche Idee hatte. Das gesamte Team hinter Death Stranding verdient meiner Meinung nach viel mehr gebührenden Dank.

Mein Fazit!

Bisher kannte ich Spiele, die sich wie ein Film anfühlen, nur vom Entwickler Naughty Dog (Uncharted, The Last of Us), doch Death Stranding hat mich überrascht. Die Grafik und die Inszenierung sind fantastisch. Die Gameplay Elemente bereiten mir sehr viel Freude und ich könnte Stunden, Tage und sogar Wochen damit verbringen, einfach nur Pakete von A nach B zu liefern. Genau deshalb kann ich mit der Bewertung von IGN nicht ganz mitgehen.

Des Weiteren ist die Musik im Spiel sehr gut platziert, was immer wieder bei mir für Gänsehaut-Stimmung sorgt. Ebenfalls wird nicht an den Horror-Elementen gespart. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich einfach nur vor den GD’s wegrenne, weil ich meine kostbare Fracht nicht gefährden möchte. Wer jedoch große Action erwartet, ist hier fehl am Platz. Death Stranding ist ein ruhiges, entspanntes Spiel, was immer wieder Nervenkitzel-Momente erzeugt. Die Geschichte ist fesselnd und interessant, auch wenn ich teilweise noch nicht ganz durchblicke bei allem.

Death Stranding Unterwegs
Egal wo du in der Welt unterwegs bist, Leitern lohnen sich immer mitzunehmen.

Für wen eignet sich Death Stranding? Wie ich bereits erwähnt habe, eignet sich der Titel jedoch nicht für jeden. Wer auf große Action, Explosionen und Roboter wartet, oder auf packende Grusel-Abenteuer, der wartet vermutlich vergebens.

Wer jedoch auf viele Wanderpassagen, eine tolle Story, fantastische Landschaften und ein rundum Kino reifes Spielerlebnis scharf ist, für den ist Death Stranding genau richtig.

Wenn du dich also mal wieder in einer virtuellen Welt mit einfachen Aufgaben erholen möchtest, lege ich dir Death Stranding sehr ans Herz. Was hältst du bis jetzt von dem Spiel? Schreibe es doch gerne in die Kommentare und nun falls du mich entschuldigen magst, ich habe noch einige Pakete auszuliefern.

3 KOMMENTARE

  1. Kojima lässt Film und Spiel verschmelzen. Deswegen ist der Bezug auf Ihn “A Hideo Kojima Game” nichts anderes als eine Metapher zu Filmbranche. Auch bei Filmen wird meist nur der Regisseur genannt obwohl hunderte wenn nicht sogar tausende an dem Film beteiligt waren. Da regt sich doch auch keiner auf…

    • Das stimmt schon, Ist mir tatsächlich selber noch gar nicht so aufgefallen, aber wenn man sich mal die gängige DVD Hülle anschaut finde ich auf keiner darauf, “A … Film”. Bei DS ist es mir halt auch verstärkt durch viele Interviews mit Kojima aufgefallen, wie ich bereits geschrieben habe. Wenn du zum Vergleich Neil Druckmann von Naughty Dog nimmst, von ihm ist auch größtenteils die Idee zu The Last of Us, ABER er sagt immer in Making-Of’s oder Interviews “We…” also er spricht damit nicht von sich selbst sondern von seinem ganzen Team und das macht Kojima eben nicht. Aber ich geb dir recht, dass bei Filmen das nicht anders ist.

    • Das stimmt schon, Ist mir tatsächlich selber noch gar nicht so aufgefallen, aber wenn man sich mal die gängige DVD Hülle anschaut finde ich auf keiner darauf, “A … Film”. Bei DS ist es mir halt auch verstärkt durch viele Interviews mit Kojima aufgefallen, wie ich bereits geschrieben habe. Wenn du zum Vergleich Neil Druckmann von Naughty Dog nimmst, von ihm ist auch größtenteils die Idee zu The Last of Us, ABER er sagt immer in Making-Of’s oder Interviews “We…” also er spricht damit nicht von sich selbst sondern von seinem ganzen Team und das macht Kojima eben nicht. Aber ich geb dir recht, dass bei Filmen das nicht anders ist.

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