Days-Gone-Preview

Seit dem 26. April ist der PlayStation Exklusivtitel von Sony’s Bend Studio nun schon draußen. Trotz einiger schwerer Kritikpunkte ist unser Autor Marvin von Days Gone überzeugt und hellauf begeistert.

Days Gone sieht nicht nur gut aus, es fühlt sich auch gut an. Auch wenn einige Schönheitsfehler existieren, kann ich das Spiel einfach nicht weglegen. Ständig fahre ich mit dem Bike über die verfallenen Straßen vom virtuellen Oregon, erledige Freaker für das Kopfgeld oder zeige hinterhältigen Schuften, wie sich mein Baseballschläger anfühlt.

Die Gefahren der Open-World: Wenn man in Days Gone die Karte öffnet, wird man zur Abwechslung nicht von Icons erschlagen. Die Welt von Days Gone ist nicht überfüllt. Nur wenige Symbole überraschen einen auf der Karte – was nicht bedeutet, dass die Welt leer ist. Im Gegenteil; bei Days Gone habe ich ständig etwas zu tun.

So werde ich das eine Mal von einer Horde Freakern verfolgt, bei einem anderen Mal haben mich Marodeure wieder aus dem Sattel geholt. Oder ich befreie die umliegende Gegend von einem Ripper-Camp. Nie wird mir langweilig, da die Gefahren in Days Gone nicht zu unterschätzen sind.

Im Vergleich zum ersten Gameplay-Video von der E3 2016 fallen die Freaker nicht mehr mit einem Schuss um. Wer taktisch vorgeht und keinen auf Rambo macht, der hat den halben Kampf schon gewonnen. Auch die Wetterverhältnisse sind nicht ohne. Wer bei Schneefall oder Regen mit dem Motorrad unterwegs ist, muss langsam und vorsichtig fahren. Freakern, Marodeuren und Wölfen will dabei geschickt ausgewichen werden. Nicht ohne Grund heißt es von den Entwicklern: „This World Comes For You“.

Die Freaker: Tatsächlich sind die Zombieänlichen Freaker die größte Bedrohung. Gerade die massiven Horden erzeugen bei mir ein Gefühl von Angst, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann Infizierte oder Zombies mich das letzte Mal so in Angst und Panik versetzt haben.

Achtung vor den Freakern!

Wer in Days Gone eine Horde von Freakern erledigen will, der braucht vorher einen guten Plan. Genug Munition, mehrere Molotowcocktails und vor allem genug Ausdauer. Das wichtigste ist und bleibt aber eines; fahrt nicht bei Nacht!

Genau dann sammeln sich die Freaker und sind am aktivsten. Ich erinnere mich ungerne an den Moment zurück, als mir plötzlich hunderte Freaker hinterherlaufen. Und nur, weil ich Nachts eine Spritztour gemacht habe. Ein anderes Mal kam ich gerade so mit meinem Leben davon, als ich mit meinem letzten Schuss eine 50er Horde vernichtet habe. Aber der Erfolg fühlt sich super an und das Kopfgeld war mir die Gefahr wert!

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Deacon St. John: Weder Supersoldat noch weinerlich ist Deacon St. John der Protagonist. Er ist hart im nehmen und trotzdem nicht lebensmüde, wie es sich für einen guten Biker gehört. Auch das ist es, was mich begeistert. Ähnlich wie in The Last of Us ist Deacon ein völlig gewöhnlicher Mensch.

Deacon St. John muss hart im nehmen sein.

Für mich ist Days Gone eine gelungene Mischung aus Sons of Anarchy, World War Z und einem guten Schuss The Last of Us. Das spiegelt sich auch wunderschön im virtuellen Oregon wieder. Das letzte Mal habe ich so eine malerische Apokalypse in The Last of Us gesehen. Hinzu kommt der Bonus, dass ich mit Deacons Bike über die zerfallenen Straßen rauschen kann. Was für ein Spaß!

Zur Story: Die Story erfindet das Rad nicht neu und das stört mich auch nicht, denn sie ist trotzdem solide. Sie langweilt mich selbst nach 30 Stunden noch nicht, auch wenn man bereits vorausahnen kann, was geschieht. Ich brauche auch keine komplett neue, innovative und super durchdachte Geschichte. Die Story von Days Gone ist genau richtig für mich. Es wirkt weder überdramatisiert noch sind die Dialoge stumpf und leer.

Ein Mann und sein Bike: Am besten gefällt mir, welche Bindung zum überlebensnotwendigen Motorrad aufgebaut wird. Ständig muss ich daran schrauben oder es betanken. Dazu kommt das ständige Upgraden und das persönliche Verlangen, immer bessere Teile und auch optische Gegenstände anzubringen.

Das Bike kann viel individualisiert werden.

Jedes mal, wenn ich das Spiel starte, sehe ich im Anfangsmenü mein individuelles Motorrad. Ein schönes Accessoire. Ich kann auch nicht stumpfsinnig mit dem Bike von A nach B rasen. Oft sind die Straßen so sehr zerfallen, dass ich auf Schotterwege ausweichen muss. Das Motto: „Ride The Broken Road“, trifft vollkommen zu.

Das Menü von Days Gone zeigt das individuelle Bike des Spielers.

Schönheitsfehler: Die eigentlichen Schönheitsfehler sind selbst noch in Version 1.07 enthalten. Oft tauchen NPC’s oder Freaker einfach aus dem Nichts auf. Sogar auf meiner PS4 Pro. Doch ehrlich gesagt sind das kleine Bugs, die mich kaum stören. Mein Spielerlebnis haben sie bis jetzt noch nicht beeinflusst und ich bin trotzdem noch begeistert vom Titel.

Für jeden, der eine solide und schöne Endzeit ohne langweilige Charaktere schätzt, für den ist Days Gone genau das richtige. Ich persönlich reihe Days Gone neben Spielen wie Uncharted und The Last of Us ein, was mein eigenes Spielerlebnis betrifft.

Was hältst du von Days Gone? Schreib gerne in die Kommentare! Und nun entschuldige mich, mein Motorrad bedarf es nach ein wenig Auslauf.

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