The Darwin Project

Während das Battle-Royale-Genre mit PlayerUnknown’s Battlegrounds gerade seinen Höhenflug erlebt, steht mit The Darwin Project bereits ein weiterer Vertreter der Last-Man-Standing-Titel in den Startlöchern. Wir haben an den bisherigen Closed-Alpha-Tests teilgenommen und in der Arena um unser Überleben gekämpft. Dabei fiel uns auf: Das hier ist viel schneller als der „große Bruder“.

Auswahlkämpfe für Überlebenskünstler

In The Darwin Project kämpfen sieben Spieler in einer Arena ums Überleben. Dabei werden die ebenfalls sieben Arena-Bereiche nach und nach abgeschottet, sodass die Spieler aufeinander zugetrieben werden. Der letzte Überlebende gewinnt. Doch bereits beim Spawn fiel uns auf, dass wir bereits sowohl mit einer Axt, als auch mit einem Bogen ausgerüstet sind. Zudem sind wir ganz allein in unserem Siebtel der Karte.

Doch Langeweile kommt nicht auf, denn wir müssen farmen: Wir fällen Bäume, zerpflücken Ledersessel, jagen Rehe und durchwühlen Kisten auf der Suche nach Ressourcen und Items. Aus Leder und Holz craften wir uns Fallen, Türme und upgraden unsere Kleidung. Das ist auch bitter nötig, unser Charakter friert in der eisigen Arena. So sind auch regelmäßige Pausen am Feuer notwendig, um uns etwas aufzuwärmen. Ein Paukenschlag reißt uns aus unserer Lagerfeueridylle: Der erste Spieler wurde bereits getötet.

Wir erreichen einen der seltenen Elektronikspawns in unserer Zone und können uns eine Auswahl an „Spezialwaffen“ herstellen: Radar, Unverwundbarkeit, Unsichtbarkeit – hier wird aus primitivem Axtkampf mit einem Male High-Tech. Wir entscheiden uns für die Unsichtbarkeit und werden vom nächsten Paukenschlag erschüttert: Zwei Spieler haben sich verbündet.

Die Zonen verschließen nach und nach, und auch unsere neigt sich ihrem Ende zu, also machen wir uns auf den Weg in das benachbarte Gebiet. Wir beziehen Stellung auf einem Hügel und halten Ausschau nach einer ersten, unvermeidlichen Konfrontation. Aus dem Nichts trifft uns ein Pfeil und schleudert uns durch die Luft. Der Angreifer teleportiert sich vor uns und versetzt uns unmittelbar mit seiner Axt den nächsten Schlag, einen Hügel hinunter. Es folgt ein Feuergefecht, bei dem wir jeweils die Pfeile des anderen aufheben, bei Axtduellen zählt der am besten getimete Hit. Am Ende unterliegen wir gegen unseren weitaus besser ausgerüsteten Kontrahenten, der später auch das verbündete Duo besiegt und die Runde für sich entscheidet.

Schnelle Action – Timing ist alles

Wie hebt sich The Darwin Project also gegen die großen Kontrahenten PUBG und H1Z1:King of the Kill hervor? Zunächst hat ein Match nur sieben Teilnehmer, die in jeweils einem von sieben Kartenbereichen spawnen. Die Arena ist hexagonal eingerichtet, mit sechs Zonen außen und einer im Zentrum. Es herrscht eine hohe Spielgeschwindigkeit mit langen Sprintzeiten und unterstützenden Effekten wie Ausdauer- und Geschwindigkeitsboosts. Der Kampf verhält sich ebenso simpel und schnell: Der Bogen schießt gradlinig, eine maximale Zielaufladung erlaubt einen Brandpfeil. Die Axt hat weite Schwünge, sodass ein Schlag das richtige Timing erfüllen muss, um das Ziel in der Bewegung zu treffen.

Von Vorteil ist es, sich möglichst schnell anhand von Survival-Elementen und richtigem Crafting eine Oberhand gegenüber seiner Konkurrenten zu verschaffen. Zeit für Pausen ist wenig, jede Sekunde der Orientierungslosigkeit in den verschneiten Hügeln auf der Suche nach weiteren Ressourcen kommt uns als verschwendet vor, während unsere Gegner stärker werden. Frühes Angreifen einer fremden Zone ist ebenso möglich, um sich Raum oder einen der begehrten Elektronik-Spawns zu sichern.

Trefft ihr auf einen anderen Spieler, sind auch zeitweilige Bündnisse möglich, um eure Überlebenschance zu erhöhen. All dies lässt euch viel Freiraum: Eine Team-Anfrage wird auf Knopfdruck in Form eines Banners auf den Boden geworfen, ohne dass ihr eure Deckung aufgeben müsstet. Crafting sowie das Aufstellen von Fallen und Türmen erfordert Zeit und erfolgt über ein Radialmenü sowie die für Survival-Spiele inzwischen übliche Aktionsbar.

Was in diesem Spiel relativ aussichtslos erscheint, ist verstecken. Anhand eines geschlagenen Baumes kann unserer Charakter in einer Sekunde die aktuelle Position des Kontrahenten über die halbe Map feststellen, Lagerfeuer sehen wir aus großer Distanz. Selbst unser zuvor ausgewählter Skill der Unsichtbarkeit ist leicht gekontert, ohne dass der Gegner überhaupt auf die Fußspuren im Schnee achten müsste. Ein Stealth-Kampf ist hier also bisher weniger möglich.

Der nächste Battle-Royale-Hit?

The Darwin Project verbindet das bekannte Battle-Royale-Prinzip gekonnt mit groben Survival-Elementen zu einem schnellebigen Erlebnis, in dem der Spieler keine Sekunde verstreichen lassen sollte. Somit ist es von der Handlung spannender und mit seinen nur sieben Teilnehmern auch für die Zuschauer leichter im Blick zu behalten als die großen Konkurrenten. Jedoch kommt die Geschwindigkeit mit dem Preis der Präzision: Durch sie drohen viele Elemente der Überraschung oder Jagd zu verfallen. Es bleibt ein spannendes Haudrauf-Erlebnis, das ohne Zweifel taktischen Anspruch stellt, jedoch vom Stil mehr an ein Third-Person Overwatch erinnert.

Aber noch befindet sich The Darwin Project in der Alpha und wir sind gespannt zu sehen, wie sich die Elemente im Game entwickeln und in welche Richtungen der finale Feinschliff geführt wird. So sollen unter anderem die Zuschauer in der Lage sein, Events in der Arena mit entscheiden zu können – ein Feature, mit dem zuletzt auch PlayerUnknown’s Battlegrounds öffentlich geliebäugelt hat. Eignung für E-Sport und Streaming sind in diesem Genre das Ziel und vermutlich entscheidend für den langfristigen Erfolg des Titels.

Wir suchen Redakteure! Wenn ihr Interesse daran habt, engagiert und aktiv beim Projekt 'Survivethis' mitzumachen, sendet uns einfach eine E-Mail an bewerbung@survivethis.news!
Mehr Infos gibt es hier!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here