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In Survival-Games werden Katastrophen fingiert. Doch was machen, wenn der Super-Gau plötzlich Realität wird? Im folgenden Beitrag haben wir 85 wichtige Gegenstände aufgelistet, die im Katastrophenfall entscheidend für euer Überleben sein können!

„Katastrophen gehören der Vergangenheit an“

Dieser These folgen viele Bürger mittlerweile. Und zum Glück haben wir in der Bundesrepublik Deutschland einen der höchsten Sicherheitsstandards – aber der Klimawandel kommt, die Szenen vom Hochwasser 2013 und diverse Katastrophen wie Fukushima (2011) und Tschernobyl (1986) zeigen, dass trotz Sicherheitsmaßnahmen, Warnungen und Vorbereitungen ein Super-GAU nicht ausgeschlossen ist. Auch größere Industrieanlagen können mal ein Leck oder ähnliche Unfälle haben, falls ihr also in der Nähe von Fabrikgeländen wohnt, informiert euch unbedingt über die Risiken!

Auch wenn CBRN-Gefahren ((C)hemische-, (B)iologische- sowie (R)adiologische- und (N)ukleare-Gefahren) in der Regel selten auftreten – schon im Falle eines Hochwassers, bei Stromausfall oder Sturm besteht die Gefahr, dass Lebensmittel nur noch schwer zu bekommen sind.

Der Grund-Vorrat für Katastrophen

Das Ziel eines Grund-Vorrats: 14 Tage pro Person ohne einen Einkauf überstehen.

Die Lösung liegt in Ihrer Verantwortung. – Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Der Grund-Vorrat einer Person entspricht ca. 2.200 kcal pro Tag und deckt damit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab. Persönliche Vorlieben, Diät-Vorschriften und Allergien sind hier natürlich nicht inbegriffen, sollten jedoch berücksichtigt werden.

Ein Grund-Vorrat für eine Person sieht wie folgt aus:

  1. Getränke
    1. 28 Liter (Inkl. Zuschlag um unabhängig von der öffentlichen Trinkwasserversorgung z.B. Teigwaren, Reis oder Kartoffeln zubereiten zu können.)
  2. Lebensmittel
    1. Mehl, Getreideprodukte (Brot), Kartoffeln, Reis, Nudeln – 4,9kg
    2. Gemüse, Hülsenfrüchte – 5,6kg (Denkt daran, dass Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen bereits gekocht sind und für getrocknete Produkte zusätzlich Wasser benötigt wird.)
    3. Obst, Nüsse – 3,6kg (Obst in Dosen oder Gläsern lagern und als Frischobst nur lagerfähiges Obst verwenden)
    4. Milch bzw. Milchprodukte – 3,7kg
    5. Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver – 2,1kg (Beachtet, dass frische Eier nur begrenzt lagerfähig sind, Volleipulver ist dagegen mehrere Jahre haltbar.)
    6. Fette, Öle – 0,5kg
    7. Sonstiges nach Belieben (z.B. Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz, Fertig-Gerichte/-Produkte)

Tipp: Alle hier aufgelisteten Lebensmittel sind in einer ausgewogenen Ernährung enthalten. Beim Einkauf ganz normal vorgehen, die gelagerten Gegenstände verbrauchen und eingekauftes direkt wieder an den vorhergesehenen Lagerplatz stellen.

Außerdem solltet ihr noch folgende Themen, Gegenstände und Hinweise berücksichtigen:

Deine Hausapotheke

  • DIN-Verbandskasten
  • Vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Haut- und Wunddesinfektionsmittel
  • Mittel um Erkältungen zu behandeln
  • Fieberthermometer
  • Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Durchfall, Sodbrennen und Blähungen)
  • Insektenstich- und Sonnenbrandsalbe
  • Pinzette für Splitter oä.

Genauso wie der Verbandskasten im Auto nicht ablaufen darf, solltet ihr die Hausapotheke regelmäßig überprüfen. Überprüft jährlich einmal das Ablaufdatum von allen Präparaten! Nasensprays, Augentropfen und verschreibungspflichtige Medikamente sollten nur so lange gelagert werden, wie sie eingenommen werden (hier siedeln sich gerne Keime an) außerdem wird so verhindert, dass versehentlich oder zu schnell zu falschen Medikamenten gegriffen wird. Gele, Salben und Cremes sind besonders empfindlich. Sobald sie mit Sauerstoff in Kontakt treten, setzen Oxidationsprozesse ein.

Achtet auf Ordnung und die Lage der Hausapotheke, um in Notsituationen schnell an sie heranzukommen. Medikamente sollten außerdem kühl, trocken und vor Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahrt werden.

Tipp: Aluminium-Schränke für Hausapotheken gibt es günstig zu kaufen!

Hygieneartikel

  • Seife (Stück), Waschpulver/-gel (kg/l)
  • Zahnputzmittel (Hand-Bürste, Zahnpasta)
  • Einweggeschirr und Plastik-Besteck
  • Einweg Haushaltstücher
  • Klopapier
  • Müllsäcke
  • Campingtoilette, Einweg-Beutel
  • Gummihandschuhe (Haushalt, Reinigung)
  • Desinfektionsmittel, Antibakterielle Seife

Die meisten Hygieneartikel solltet ihr bereits im Haus haben, achtet bei Verbrauchsgegenständen einfach darauf, dass Reserve für Katastrophen vorhanden ist.
Tipp: Die Reserve kann ganz normal in den Haushalts-Bedarf eingebunden werden, bestenfalls sollte sie vor Gebrauch schon nachgekauft sein.

Brandschutz

  • Keller und Dachboden aufräumen
  • Feuerlöscher
  • Rauchmelder
  • Löschdecke (notfalls Wolldecke)
  • Löschwasserbehälter
  • Kübelspritze oder Einstellspritze
  • Garten- oder Autowaschschlauch

In den meisten Haushalten werden Keller- und Dachgeschoss zugeräumt – da ist es nicht im Weg. Trocken werden diese Gegenstände aber leicht zu Zunder. Falls überhaupt vorhanden steht der Feuerlöscher oft in der Garage oder zumindest nicht griffbereit. In neueren Wohnhäusern sind Rauchmelder meist schon angebracht. Diese können im Alltag schnell zum Lebensretter werden – falls noch nicht getan, schnell anbringen. Sie sind im Bau- oder Supermarkt bereits für kleines Geld erhältlich!

Energieausfall

  • Kerzen, Teelichter
  • Streichhölzer, Feuerzeuge
  • Taschenlampe
  • Reservebatterien
  • Camping-, Spirituskocher mit Brennmaterial
  • Heizgelegenheit
  • Brennstoffe

Im Fall der Fälle kann der sonst einfach gemütliche Kaminofen schnell zum heizenden Wunder werden und Kerzen, die normalerweise für gemütliche Candle-Light-Dinner genutzt werden, sorgen unter Umständen schnell für Licht. Natürlich dürfen Zündquellen nicht fehlen. Was Du tun kannst, wenn die Streichhölzer ausgehen, kannst Du im bald erscheinenden Survival-Guide lesen. (mehr unten)

Dokumentensicherung

  • Habt ihr festgelegt, welche Dokumente unbedingt erforderlich sind?
  • Sind eure Unterlagen zweckmäßig geordnet?
  • Sind von wichtigen Dokumenten Kopien vorhanden und diese ggf. beglaubigt?
  • Habt ihr eine Dokumentenmappe angelegt?
  • Sind Dokumentenmappe oder wichtige Dokumente griffbereit?

Wie wichtig so eine doofe Dokumentenmappe ist, lernt ihrhoffentlich nie! Wenn das Haus abbrennt, eingebrochen wird oder Katastrophen eintreten, bekommt ihr im Schadensfall einiges erstattet. Der schlimmste Fall ist, wenn man sich in einer solchen Situation nicht einmal ausweisen kann.

Notgepäck (gepackt/griffbereit)

  • persönliche Medikamente
  • behelfsmäßige Schutzkleidung
  • Wolldecke, Schlafsack
  • Unterwäsche, Strümpfe
  • Gummistiefel, Gelände-Schuhe
  • Essgeschirr, -besteck, Thermoskanne, Becher
  • Material zur Wundversorgung (Erste-Hilfe-Kasten/-Tasche, kann ggf. in Survival-Situationen zweckentfremdet werden.)
  • Dosenöffner und Taschenmesser
  • strapazierfähige, warme Kleidung
  • Taschenlampe
  • Kopfbedeckung, Schutzhelm
  • Schutzmaske, behelfsmäßiger Atemschutz
  • Arbeitshandschuhe

Alles was der Outdoor-Freak sowieso liebt, kann schon mal vorgepackt werden. Falls die nächste Reise ansteht, kann die Tasche einfach mit den benötigten Klamotten voll gepackt werden und im Kofferraum, im Fahrrad-Anhänger oder beim Wandern auf dem Zweirad mitgenommen werden. – Ja richtig, beim Wandern kann ein Zweirad nützlich sein! Wie genau das funktionieren kann, verraten wir im Laufe der bald erscheinenden Survival-Reihe, die auch ohne Katastrophen sinnvolle Tipps für Outdoor-Trips beinhaltet.

Rundfunkgerät

  • Rundfunkgerät für Batteriebetrieb geeignet oder Kurbelradio
  • Reservebatterien
  • Tipp: Funkgeräte funktionieren ggü. dem Telefonnetz autark (Falls kein EMP – nützlich)
  • Tipp: Reservebatterien

Außerdem solltet ihr Geräte und fehleranfällige Gegenstände unbedingt regelmäßig checken und ggf. austauschen. Es gibt schließlich nichts blöderes, als im Fall von Katastrophen festzustellen, dass etwas gebraucht wird, aber nicht funktioniert.

RL-Survival-Blog-Reihe

Da ich im Beitrag schon mehrfach auf die bald erscheinende Blog-Reihe hingewiesen habe, möchte ich hier nun noch ein wenig mehr neugierig machen. Damit ihr für den nächsten Survival-Trip vorbereitet seid, wollen wir in den kommenden Wochen über das Thema „Survival im realen Leben“ schreiben und laden herzlich zur Diskussion in den Kommentaren ein! – Schreibt uns, was ihr unbedingt wissen möchtet.

Unterstützen werden uns zwei persönlich bekannte Überlebenskämpfer und das Team von Survivalrucksack.com, bei dem ihr schon jetzt eine ganze Menge rund um das Thema Survival in der Stadt erfahren könnt.

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