60 Seconds Game von Robot Gentleman

Dominik Gotojuch’s Team erscheint im eleganten Steampunk-Kostüm bei dem Empfang im polnischen Generalkonsulat – es fällt auf. Denn eben dies scheint das Team am besten zu können. Ihr Debüt-Titel 60 Seconds! hat inzwischen über 230 000 Kopien auf Steam verkauft und wurde bereits von Streamern wie jacksepticeye vorgestellt. Zurecht sagen wir, denn mit diesem Game bezeugt ein Indie Team erneut, dass von jungen Köpfen frische Ideen in ein Genre kommen können, dass man zu oft für festgefahren hält.

Das Spielprinzip

Im Gegensatz zu den meisten Survival-Games beginnt auch 60 Seconds!, das in einer cartoonisch-anmutenden, simplen 3D-Stil gehalten ist, nicht bereits nach der Apokalypse, sondern genau 60 Sekunden davor. Ein nuklearer Angriff ist im Begriff, die Stadt zu treffen. Als Familienvater habt ihr nun 60 Sekunden, um eure Familie und möglichst viel von eurem nützlichen Hab und Gut im Strahlenschutzbunker zu verstauen. Und mit dieser Wahl müsst ihr Leben… und Sterben.

„What would you do?“ („Was würdest du machen?“) – ist die simple Frage, mit der Dominik Gotojuch, Gründer von Robot Gentleman und zugleich Programmierer und Schreiber für den Titel, 60 Seconds! begonnen hat. „Wir lieben es, den Spieler vor die Entscheidung zu stellen. Und es ist keine einfache „richtig oder falsch“ Wahl – eher eine zwischen Pest und Cholera.“ Denn dies macht Survival aus.

Doch mit diesen 60 definierenden Sekunden beginnt das Game erst. Nun sitzt ihr gefangen im Bunker mit eurer Familie und werdet vor weitere von diesen schweren Entscheidungen gestellt: Wer geht raus, um zu sehen, ob man dort überleben kann? Wer bekommt wie viel zu Essen? Jede Entscheidung bringt irreversible Konsequenzen mit sich.

Kein Ausruhen auf dem Erfolg

Dominik ist optimistisch, dem Titel auch ein Jahr nach Release noch einiges an neuem Content verpassen zu können. Alles in allem seien noch freie Updates geplant, die den Inhalt verdoppeln könnten. Das Indie-Team möchte sein Projekt so lange ausbauen, bis wirklich alle Ideen umgesetzt sind. Und der Erfolg kann dies möglich machen: Denn durch die überraschend starken Verkaufszahlen ist das 3-köpfige Team, welches in Schottland, Polen und zeitweise auch Indien stationiert war, nun in der Lage, endlich ein eigenes Büro in Polen zu beziehen. Auch im Recruiting möchte das Studio nun aktiver werden, um für dieses und folgende Projekte unabhängiger zu werden. So mussten für das 3D- und Sound-Design in 60 Seconds! noch externe Entwickler angeheuert werden. Eine Agentur übernimmt die Übersetzung in verschiedene Sprachen.

Für die treue Community wird auch an Modding-Tools gearbeitet, mit denen die Spieler eigene Übersetzungen, Gegenstände oder auch Szenarien hinzufügen können. Käufer von 60 Seconds! haben also weiterhin noch nicht das letzte vom Titel gesehen.

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