A Plague Tale Innocence Sir Nicolas Closeup

A Plague Tale: Innocence gehört in jede gut sortierte Horror-Survival Sammlung und unser Autor Steven nennt dir drei gute Gründe warum das so ist.

Das Spiel A Plague Tale: Innocence, das Erstlingswerk der französischen Entwicklerbude Asobo Studios, flog lange Zeit knapp unter dem Radar der meisten Spieler. Zwar konnte man im Laufe der Zeit Focus Home Interactive als Publisher gewinnen, nichtsdestotrotz gab es bei Weitem keine Marketing-Kampagnen wie bei EA‘s Battlefield oder einem neuen Call of Duty. Die wenigen Dev Diarys, Gameplay Videos und Previews anderer Kollegen lösten bei mir jedoch auf jeden Fall einen mittelstarken Hype aus.

A Plague Tale: Innocence war beispielweise auch das erste Spiel seit langem, welches ich mir ruhigen Gewissens vorbestellt habe. Klar gab es auch einen Preorder-Bonus, dieser war jedoch absolut kein Argument für meine Vorbestellung, eher ein nice to have.

A Plague Tale Innocence erhängte Tote
Die Straßen sind sind voll von Toten. Viele davon fanden ihr Ende am Strick.

Wiederspielwert! Nachdem ich das Spiel nun einige Male durchgespielt und alle Achievements erreicht habe, steht für mich klar, dass es wirklichen jeden Cent wert gewesen ist. Das tolle daran ist, dass ich das Spiel nicht aufgrund der Achievements immer wieder neu angefangen habe. Mir hat einfach das Spiel unglaublich gut gefallen, trotz seiner starken Linearität und ohne alternative Enden.

Meiner Meinung nach haben wir es hier nicht nur mit einem wundervollen Spiel zu tun. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Spiel, wie es der Titel meines Artikels bereits verrät, in die Bibliothek eines jeden Horror-Survival begeisterten Spielers gehört. Und ich verrate dir auch warum!

Grund 1: Die Atmosphäre

Wir schreiben das Jahr 1348 und Frankreich, der Schauplatz des Spiels, wird von den Britten belagert. Als ob das nicht schon genug wäre, möchte auch die Kirche mitmischen und schickt ihre Inquisition ins Rennen. Und wie wir nun gute 700 Jahre später wissen, steht dieser Name nicht zwingend für Vertrauen und Geborgenheit. Und dann gibt es da noch eine kleine und unbedeutende Krankheit, die ihre Kreise zieht; die Pest.

A Plague Tale Innocence Schlachtfeld Leichen Kampf
Hier tobte vor nicht allzu langer Zeit eine unerbittliche Schlacht.

Familienbande. In der Rolle von Amicia und Hugo de Rune erleben wir diese Epoche hautnah und ungeschönt. Auf der Flucht vor der Inquisition führt uns das Spiel durch viele düstere Gebiete und Traumwelten, die eigentlich direkt einer Horrorbuch-Vorlage entsprungen sein könnten. Düstere Kellergewölbe, große Schlachtfelder mit tausenden Leichen, Wiesen mit plötzlich angreifenden Rattenschwärme oder Verliese, in denen Versuche an lebendigen Menschen durchgeführt werden. All das erzeugt eine unglaublich unheimliche Atmosphäre, von denen sich so mancher Horrortitel gern eine Scheibe von Abschneiden könnte.

Grund 2: Die Protagonisten

A Plague Tale: Innocence hat quasi drei große Gegenspieler: Den Großinquisitor Vitalis, seinen Handlager Sir Nicolas und Ratten. Jede Menge Ratten. Die Nagetiere erscheinen immer in Massen und sind absolut gnadenlos. Ein Fehltritt oder eine erloschene Fackel und sie stürzen sich zu tausende auf uns. Danach bleibt einem in den meisten Fällen nur noch die Möglichkeit, den letzten Kontrollpunkt neu zu laden. Vor allem ist auch die Darstellung der Rattenopfer echt nicht von schlechten Eltern.

A PLague Tale Innocence Großinquisitor Vitalis Closeup
Der Widersacher von Amicia und Hugo; Großinquisitor Vitalis Benevent.

Eure Unheiligkeit! Bei Vitalis und Nicolas sieht das nicht viel besser aus. Nicolas ist zwar jetzt nicht sonderlich gruselig, ist aber ein knallharter Badass Gegner, der einen in guter alter Slasher Manier nachstellt. Statt seiner Inquisitionsmaske hätte ihm auch die von Michael Myers verdammt gut gestanden.

Vitalis kommt dabei eher über die morbide Schiene. Er drückt sich das Blut anderer Menschen in seine Venen, um Zugriff auf einen Fluch namens Prima Macula zu erhalten. Hierfür schreckt er vor absolut nichts zurück und opfert ohne mit der Wimper zu zucken sämtliche seiner Schergen. Auf jeden Fall ein absolut widerlicher Zeitgenosse, welcher auch in vielen anderen Horror Spielen Verwendung gefunden hätte.

Grund 3: Spielmechaniken

In A Plague Tale: Innocence gibt es sehr viele Schleichpassagen. Dabei nutzen wir jedes Hindernis, um uns aus Sichtweite der Gegner zu bringen. Werden wir dann doch entdeckt, war es das meistens schon für uns. Ein Schlag, ein Treffer und wir schauen den Radieschen von unten beim Wachsen zu. Daher nutzen wir wie in anderen Horror-Survival-Titeln jede Chance, den Gegner auf eine andere Spur zu führen. Mal werfen wir Steine in Rüstungskisten, mal Tonkrüge in abgelegene Ecken. Hauptsache die Wache macht sich vom Acker.

A Plague Tale Innocence Albtraum Vision von Hugo und Sir Nicolas
Während einer Albtraum-Vision sehen wir Amicias Bruder Hugo zusammen mit Sir Nicolas.

Wieder das falsche! Lediglich mit einer Steinschleuder bewaffnet, sind wir auch relativ eingeschränkt, was das Töten von Wachen angeht. Zumal wir auch nur eine geringe Anzahl an Steinen bei uns tragen können. Insgesamt muss man sowieso sehr genau auf seine Ressourcen achten. Materialien für Ausrüstungsupgrades sind rar und wie es nun mal so ist, findet man immer die falschen Sachen. Ich habe mich auf jeden Fall sofort an viele andere Survival Titel erinnert gefühlt.

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Alleine diese drei Gründe rechtfertigen die Aufnahme in die eigene Horror-Survival-Sammlung. Auf weitere Dinge wie eine fesselnde und teils gruselige Geschichte, glaubwürdig handelnde Charaktere mit einer spannenden Entwicklung und eine Grafik zum Niederknien bin ich in diesem Falle noch nicht einmal eingegangen. Alleine das rechtfertigt bereits einen Kauf des Spiels.

Wie sieht es bei dir aus? Hast du A Plage Tale: Innocence bereits gespielt oder interessiert dich das Spiel nicht? Erzähl es mir gerne in den Kommentaren.